Folge 6: Herz, Zucker, Niere
Shownotes
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00:00:11: Willkommen zu einer neuen Folge von ganz schönen Niere.
00:00:14: Aha Momente und klare Antworten!
00:00:17: Und heute geht's um das gefährliche Dreieck, Herz, Zucker und Niere.
00:00:21: also wenn... Dieniere das Herz und den Stoffwechsel bedroht.
00:00:24: Und dies ein Kampf an zwei Fronten bedeutet oder bedeuten kann?
00:00:29: Ich freue mich sehr heute, Professor Rona Reibes und Gabriele Müller-Hunold zu begrüßen.
00:00:34: Prof.
00:00:34: Reibis ist Kardiologin und Professorin an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften an der Universität Potsdamt.
00:00:41: Und von Müller Hunold ist Fachärztin für innere Medizin Gastroenterologie Proktologie, Rettungsmedizin und Diabitologin in einer niedergelassenen Praxis im Gras Leben.
00:00:52: Ich finde, wir haben hier die gebeite Kompetenz.
00:00:54: Ich find das großartig und freue mich sehr dass Sie da sind.
00:00:56: Herzlich willkommen!
00:01:00: Ja vielen Dank für die Einladung.
00:01:03: Sehr gerne.
00:01:04: ich würde gerne ganz konkret starten und zwar gerne von Ihnen wissen was genau in unserem Körper passiert wenn so eine Nierenfunktion nachlässt und warum dadurch das Risiko für kardiometabolische Erkrankungen eigentlich steigt und so deutlich steigt.
00:01:19: aber Die Frage gerade so stelle, merke ich gerade.
00:01:22: Wollen wir uns oder wollen wir erst mal definieren was bedeutet eigentlich kardiometabolisch?
00:01:29: Frau Dr.
00:01:30: Reibes.
00:01:30: Soll ich vielleicht anfangen?
00:01:31: also das ist wirklich eine ganz ausgezeichnete Frage um das Gespräch zu beginnen.
00:01:36: Wir müssen ja den Begriff über den auch diese Folge geht kardiometabolische etwas genauer definieren.
00:01:42: und kadium metabolisch ist letzten Endes etwas eine komplexe Wechselwirkung zwischen dem Kreislaufsystem Und den Nieren und dem Stoffwechsel.
00:01:53: Wir haben in dem Begriff Kardiometabolisch fehlt eigentlich noch der Nierenaspekt, das heißt wir sagen mittlerweile seit einigen Jahren nicht kardiometabolisch sondern Kardiorenalmetabolisches-Syndrome.
00:02:05: Das wird auch CKM abbekürztes ist also kein isoliertes Problem eines Organsystems, sondern das ist wie ein krankhafter Kreislauf.
00:02:14: es beginnt bei meistens einem gestörten Stoffwechsel und wirkt sich dann auf die anderen Organe aus.
00:02:24: Jetzt zu Ihrer Hauptfrage, was passiert wenn die Nierenfunktionen nachlässt?
00:02:28: Die Nieren sind ja sehr lebenswichtige Organe, die filtern das Blut, die scheiden Abfallprodukte aus, die regulieren Flüssigkeit und den Elektrolythaushalt.
00:02:40: Und wenn die Funktion gestört ist... Das heißt, das sehen wir in den Laborwerten häufig an dieser sogenannten GFR.
00:02:49: Vielleicht kommen wir später noch darauf zu sprechen?
00:02:51: Da beginnt dann eben so eine Kaskade von Problemen!
00:02:54: D.h.,
00:02:55: dass Abfallprodukte, Giftstoffe und Toxine angesammelt werden.
00:03:00: Das Wasser kann nicht richtig ausgeschieden werden und das werden verschiedene Hormonsysteme aktiviert, der Blutdruck steigt.
00:03:07: Und ganz wichtig ist es eben auch dass die Niere dafür verantwortlich ist, dass so wie chronische Entzündung des gesamten Organsystems was wir haben Herz, Gehirn, Niere, Augenhintergrund dadurch massiv getriggert werden.
00:03:22: Das heißt also zusammenfassend ist es so nierekrank andere Organe krank und zwar mit einem erheblichen Verlust an Lebensqualität.
00:03:33: Und auch vor richtig an Lebenszeit!
00:03:35: Also da gibt es eigentlich kaum noch was zu ergänzen, Frau Reibes.
00:03:40: Es ist ja tatsächlich so dass in den Nierenfunktionen eben nachlässt quasi Wasser und Giftstoffe nicht richtig ausgeschieden werden.
00:03:48: Es kommt also zur Ansammlung von Giftstoffen, Wasser und das macht dann häufig auch einen Bluthochdruck.
00:03:55: aber eben was ich ganz wichtig fand woran man meist nicht denkt, es kommt eben ja auch zur Erhöhung der Entzündungszeichen wie Frau Prof.
00:04:01: Reibis doch eben schon gesagt hat.
00:04:04: Das ist der Dreh- und Angelpunkt im Moment, um was die Folgeerkrankungen angeht.
00:04:12: Die da nämlich dann auch Richtung Herzinfarkt, Herzinsuffizienz heißt das Herz funktioniert nicht mehr richtig.
00:04:19: Herzrhythmusstörung bis hin zum plötzlichen Herztod gehen einfach aufgrund dieser vielen Defekte, die entstehen über die Abfallstoffe und die Entzündung, die sich im Körper ansammeln muss man sagen.
00:04:32: Also diese kardiometabolischen Erkrankungen treten häufig auf.
00:04:36: Sie haben es gerade gesagt, Professor Reibes das nennt man dann Kardiorenalmetabolisch ja also sehr komplex.
00:04:42: ich habe sie auch schon gesagt so dieses gefährliche Dreieck.
00:04:45: worüber wir sprechen müssen sind dass auch dieser typische Kombination die sie im Praxisalltag kennenlernen also sie beide sind ja tätig sehen ganz viele Patienten und natürlich auch mit einer chronischen Niererkrankung.
00:05:02: Also bei uns in der Kardiologie ist es sehr, sehr häufig.
00:05:05: Wir haben also gerade diese, wahrscheinlich bei Ihnen ja auch von Mühle Hundert, wir haben eben dieses vulnerable Patienten, gut so multimorbide Patienten die letzten Endes über diese Kaskade-Übergewicht Adipositas dann kommt das zu einem Diabetes und parallel zum Bluthochdruck Ein weiterer Schritt, ich sag mal auf der metabolischen Karriereleiter kommt es eben dann zu diesen ganzen Herzerkrankungen.
00:05:40: und das geht eben häufig auch ein Heer mit einer.
00:05:43: wir kennen ja die normale Herzschwäche.
00:05:45: Die kennt man ja.
00:05:46: wenn man denkt des Herz sei schwach ist kann nicht so richtig pumpen Es kann sich nicht so wirklich zusammenziehen.
00:05:53: Das ist eigentlich in der Kardiologie gar nicht so sehr der typische Patient mit einer Nierenschwäche sondern Patienten, die eine nirgends Schwäche haben, haben meistens eher auch eine Herzschwäche.
00:06:05: Aber die zeigt sich eher über eine, man sagt dazu, Herzschweche mit erhaltener Pumpfunktion.
00:06:11: Das Herz ist nicht schlapp, das Herz ist viel zu steif und das basiert eben viel auf dieser Kombination Hochdruck, Diabetes, meistens auch Fettstoffwechselstörungen aber vor allen Dingen eben dieser doch deutlichen Übergewicht der Patienten.
00:06:30: Ja, der Klassiker davon ist eben halt ein fortgeschrittenes Alter.
00:06:35: Meistens sind die älteren Damen, die sich nicht viel bewegen können und dann immer mehr übergewichtig werden.
00:06:42: Der Diabetes wird immer schlechter
00:06:47: Ganz genau, das kann ich nur unterstützen.
00:06:49: Es ist ein Wechselspiel.
00:06:51: Eigentlich sorgt ja das Herz für die gute Durchblutung der Nieren.
00:06:55: Es wird aber immer schlechter.
00:06:56: Die Nieren werden nicht gut durchblutet und schützen eigentlich das Herz vor Überlastung.
00:07:02: Das gelingt den Nieren dann auch nicht mehr.
00:07:04: Es kommt zu Wasseransammlungen.
00:07:05: Und das Herz muss viel mehr popen und hat gar keine Kraft mehr.
00:07:09: Das Ganze
00:07:10: ist
00:07:11: jetzt mal ganz einfach formuliert ausgesprochen lebensgefährlich und mein Andruck ist immer so bei meinen Patienten, dass ihnen das gar nicht so bewusst ist.
00:07:19: Wenn ich denen sage sie haben eine Herzinsuffizienz ihr Herzpunkt nicht mehr richtig Sie müssen dringend zum Kardiologen zur Kardiologin dann wird einem ganz gelassen mit Ja geantwortet.
00:07:29: Ich bin ja auf der anderen Seite auch Gastroenterologin.
00:07:31: wenn ich jemandem sage er hat einen Kohlamkarsinom Dann springt der von Stuhl auf und sagt, ich muss sofort behandelt werden.
00:07:38: Und dann sage ich mal ganz ruhig selbst wenn die Therapie um sechs Monate verzögert wird für das Kohlarenkarzinom Werden noch keine weiteren größeren Schädigungen entstehen sie müssen behandelt sein.
00:07:48: aber das Ganze ist nicht so tödlich wie ihr Kardiometabolisches Syndrome.
00:07:54: Dann werde ich immer völlig verständnislos angeschaut dass es auch einen Teil unserer Schulungen also zu vermitteln, dass ja eigentlich die kardiovaskulären Erkrankungen, also die Erklankung des Gefäßsystems des Herzens und der Niere viel gefährlich sind als die meisten bösartigen Erkranken.
00:08:10: Und das kommt teilweise überhaupt noch nicht in der Bevölkerung an.
00:08:16: Und wie schön, dass wir in diesem Podcast darüber aufklären können und das sie das auch so konkret sagen.
00:08:21: Ich wollte Sie gar nicht unterbrechen.
00:08:23: Frau Prof.
00:08:23: Reibes.
00:08:24: Ich habe gehört, Sie wollten gerade was sagen aber ich würde gerne dann gleich nochmal die Frage darüber stellen oder hinzufügen... weil ich das so gut finde, wie Präzise die das sagen.
00:08:36: Und ich möchte das gerne dazu erinnern, dass vielleicht auch besser verstehen welche Prozesse sind dann eigentlich auch dafür verantwortlich, dass sich dieses Dreieck also Herz und Kreislauf und Niere sich so negativ entklammern gegenseitig beeinflussen?
00:08:52: Ich glaube da können wir ja auch ein bisschen mal etwas komplexer in der Erklärung auch werden.
00:08:59: Das ist tatsächlich so wenn die Niere Die Niere ist der stärkste Regulator für unser gesamtes, wir sagen das so, Homostase.
00:09:10: Also die Aufrechterhaltung des gesamten Systems, des inneren Systems wenn wir jetzt von den Gehirnfunktionen einfach mal weggehen und die Niere macht es so dass ein sogenanntes Renin-Angiotensin Aldosteronsystem.
00:09:25: Das ist aber ein Riesenwort, ganz schrecklich auszuspringen!
00:09:28: Wir sagen dazu Rassystem und dieses Rassystem ist faktisch ein hormonelles System was ganz stark den Blutdruck, den Wasserhaushalt und die Blutsalze reguliert.
00:09:41: und wenn es dort nicht ganz funktioniert werden... Dort kommt es zu Dysregulationen innerhalb das hatten wir schon besprochen sowohl der Volumenhaushalt als auch die Elektrolyte.
00:09:53: Elektro-Lüte kennen wir ja viel, Blutsalze jeder weiß aus der Apotheker bei Rosmann und können wir natürlich Magnesium, Kalium, Natrium was weiß ich, können wir alles kaufen.
00:10:06: das macht eine gut funktionierende Niere alles von sich alleine.
00:10:09: Die scheidet aus was zuviel ist hält zurück was zu wenig ist Und Wir hatten das vorhin so thematisiert.
00:10:17: aber wir werden es immer wieder auch sagen Die Niere ist ein ganz wesentlicher Regulator für die Entzündungsprozesse im Körper.
00:10:25: Und man denkt immer, Entzindung das ist wenn ich mir in den Finger geschnitten habe und da wird es rot drum herum.
00:10:31: Es geht hier um die Mikroentzündung und noch so ein schönes Wort um den sogenannten oxidativen Stress.
00:10:37: Das heißt also es werden freie Sauerstoffradikale vielleicht hat man das auch schon mal gehört die führen dazu dass Die
00:10:45: Haut
00:10:46: in den kleinen Gefäßen, in den Kapillaren allmählich sich entzündet und wir haben ja große Blutgefäße die die Organe versorgen.
00:10:58: Die können durch Atherosclerose, durch Gefäßverkalkung verändert werden.
00:11:03: Das ist aber nicht das Entscheidende.
00:11:05: Das ist wie die Autobahnen, Bundesstraßen und Dorfstraßen.
00:11:09: Das Entscheidende um jetzt von A nach B zu kommen sind die Millionen Dorfstrasse, die Kapillaren, die wir haben.
00:11:17: Und diese Kapillare werden bei einer Nierenfunktion Störung, werden sie umgewandelt und fibrousieren vernarben.
00:11:24: Das heißt also alle Organe werden nicht so gut durchblutet und dadurch wächst die Atherosklerose auch.
00:11:32: Und vielleicht gebe ich die Frage weiter an die Diabetologin, was jetzt mit Insulinresistenz und Zuckersteigerung – was da vielleicht auch noch ein wesentlicher Punkt ist in dem Zusammenspiel?
00:11:44: Ja vielen Dank.
00:11:45: Ganz gerne!
00:11:46: Also ich erkläre in meinen Schulungen auch die Gefäßveränderungen, die letztendlich zu den Folgeerkrankungen führen immer damit, dass man zum einen ja durch dieses Kardiometabolische-Syndrom eine hohen Blutdruck bekommt.
00:12:02: Es kommt jetzt zu Wasserrücklagerung, bei der Gewichtszunahme entsteht höher Bluteruck.
00:12:06: und dann sage ich mal ganz gerne dass man sich vorstellen muss das immer so ein kleiner Hammer im Gefäßsystem auf die Innenhaut der Blutgefäße einschlägt, die Welle reißend leicht ein und vernarben wieder.
00:12:18: Dann kommt es zur Nabbingveränderung.
00:12:20: Dann stelle ich mir vor, ich habe zusätzlich einen erhöhten Cholesterinspiegel.
00:12:25: Was ja leider sehr häufig auch bei meinen Diabetikern vorkommt, häufig auch genetisch ist – viele denken Sie kriegen das irgendwie geregelt dadurch dass sie weniger tierische Fette essen?
00:12:38: Das ist sicherlich eine Möglichkeit den Cholsterinspiegeln ein wenig zu senken.
00:12:42: aber häufig ist eben das Problem angeboren da muss ich mir vorstellen das Cholesterin quasi an diesen kleinen Narben, die da entstanden sind im Blutgefischsystem, quasi hängen bleiben.
00:12:58: Und dann sage ich immer ganz gerne stellen Sie sich mal so eine Ölflasche vor, die nicht ausreichend am Verschluss reinigt wurde wie alle kennen dass es ja eklig verklebt und genauso verkleben diese Gefäße auch.
00:13:10: und dann haben meine Patienten ja häufig auch noch erhöhte Blutzuckerwerte.
00:13:14: und wenn der Blutzucker schlecht eingestellt ist muss man sich vorstellen Wasser, sondern wie Honig durch die kleinen Gefäße fließt und dann quasi dieser Honig noch mal zusätzlich kleben bleibt.
00:13:27: Ich habe also kleine einrisse Narben ich habe Fettverklebungen und ich habe zusätzlich nochmal kleine Zuckerverklebung.
00:13:35: und das alles führt dazu dass sich die Blutgefäße verschließen Und es kann dann entsprechend zu Folgeerkrankungen kommen, je nachdem welches Organ von diesem entsprechenden Blutgefäß versorgt wird.
00:13:46: Das kann am Herzen sein und es kommt zur Corona-Herzerkrankung Es kann an der Niere selber sein Ihren Geist irgendwann aufgibt, es kann aber auch zum Schlaganfall führen oder zur anderen cardiovascularen Erkrankungen.
00:13:58: Dann kriegen wir alle ganz viel Angst, aber man hat ja gute Möglichkeiten all diese Risikofaktoren – so nennen wir das gerne – gut zu reduzieren durch z.B.
00:14:10: Lebensd-Veränderung, aber auch durch medikamentöser
00:14:13: Therapie.".
00:14:14: Also d.h.
00:14:14: sehr schwächer und schlaganfall?
00:14:15: Sie haben es konkret angesprochen.
00:14:17: Kann man dann genau sagen ... Ja, dass Menschen mit einer fortgeschrittenen chronischen Niederkrankung besonders oder mehr gefährdet sind.
00:14:27: Das Risiko... Das steigt wahrscheinlich.
00:14:29: Es steigt ganz, ganz immens und man muss auch wirklich zusehen dass man schon frühzeitig solche Städigungen oder Einbrüche in der Gesundheit erkennt.
00:14:39: also wir wissen inzwischen sehr, sehr genau das ein.
00:14:43: zum Beispiel eine Verzögerung einer Therapie in der Diabetologie bezüglich der Verbesserung der Stoffwechselage von sechs Monaten eine Verzergerung von sechs Monaten fünf Jahre später zu einem zwanzig Prozent erhöhten kardiovaskulären Risikruppe.
00:15:01: Das heißt, wir haben ein deutlich erhöhtes cardiovasculares Risiko wenn wir auch nur einen halben Jahr nicht hinschauen.
00:15:07: Ich finde es ganz besonders wichtig was Sie gesagt haben dass wir frühzeitig wirklich nicht die Patienten die können das ja vielleicht gar nicht entscheiden vielleicht wissen sie aber die können ja die Doktors nicht darauf hinführen.
00:15:16: Aber wir müssen als Ärzte da wirklich eine Wachsamkeit haben und auch eine Konsequenz in der Diagnostik.
00:15:27: und dann, weil sie so schön sagen.
00:15:29: Wir haben ja Mittel zur Verfügung was wir anbieten können Es ist bei Weitem eben nicht so wie bei anderen Erkrankungen aber dieses Dreieck ist wirklich das tödliche Dreiecke wenn wir es nicht behandeln.
00:15:42: Und nochmal aus der Sicht sozusagen eines Kardilogen gesprochen Wenn wir also wirklich eine Nierenschwäche haben Das ist für uns Redflex, wir sagen ja immer einen Schlau.
00:15:55: Also ein Alarm zu sagen wenn eine Nierenfunktion schon schlecht ist können wir darauf warten dass daraus dann eine Herzschwäche entsteht.
00:16:08: und nicht nur eine HerzSchwäche sondern tatsächlich ist es so wenn wir die Kombination aus einer Herzschweche und einer Nierenschwäche haben.
00:16:17: Dann haben wir eine Sterblichkeit, die liegt in fünf Jahren bei fünfzig Prozent!
00:16:23: Und das was Sie vorhin so schön sagten... Wir als Kardiologen haben gar nicht so sehr Angst vor einer Kripserkrankung weil die Kribser gibt es gute Therapien und sie sind doch relativ langlebig.
00:16:34: Wir haben mittlerweile auch gute Präparate gegen die Herzschwäche.
00:16:39: aber gegen diese klassische Herzschweche mit erhaltener Pumpleistung in dieser diabetisch renalen Situation ist, gibt es wenig.
00:16:50: Es gibt gar keine Frage aber es ist nicht so vom ganz durchschlagenden Erfolg wie man das jetzt hat bei einer Herzschwäche zum Beispiel mit einer eingeschränkten Pumppleistung nach Herzenfakt oder so.
00:17:04: Aber Nieren insuffiziell ist ein unabhängiger Risikofaktor, auch für einen plötzlichen Herztod.
00:17:10: Für eine erhöhte Sterblichkeit wenn man einen infarkt hatte.
00:17:14: Da gibt es sehr gute Daten.
00:17:17: Man will hier keinem Angst machen.
00:17:19: Es geht nur darum zu sagen Wenn wir Niere denken müssen wir Herzdenken und wenn wir Herzdecken müssen wir Nieredenken.
00:17:26: Das heißt also das ist ein ein interdisziplinärer Ansatz In der Diagnostik und in der Therapie.
00:17:35: Ja, ganz genau!
00:17:36: Also das kann ich nur unterstützen.
00:17:39: Deswegen ist es ja auch wichtig dass die Patienten früh zu uns kommen Und wir haben ja diese Möglichkeit, dass alle drei Jahre ab dem fünfundreißigsten Lebensjahr die Gesundheitschecks durchgeführt werden.
00:17:51: Das läuft schleppend.
00:17:54: Es gibt aber tatsächlich auf einen Gesundheitscheck für Menschen bis zum fünfundreißigen Lebensjahre ist es auch sehr enttäuschend.
00:18:02: Diese Möglichkeit wird nur von zwanzig Prozent der Bevölkerung überhaupt wahrgenommen, das müsste also viel häufiger sein.
00:18:09: was bei uns in der Region sehr gut ist die frühzeitig Überweisung der Hausärzte quasi in unsere Diabetologische Schwerpunktpraxis zu schulen.
00:18:18: Und das muss ich sagen, dass A und O die Menschen geschult werden wie Sie schon sagen.
00:18:22: wir dürfen ihnen keine Angst machen darum geht es nicht sondern es geht einfach nur darum klar zu informieren was ist Prävention?
00:18:29: Das geht bei uns sogar soweit dass die Patienten aus der Schulung kommen und sagen wissen sie ich habe da gehört Es gibt ein neues Medikament das bringt Urin Zucker zusammen mit dem Urin aus der Niere heraus.
00:18:43: Und das sollte so wahnsinnig gut fürs Herz und für ihr sein, dass wir es vielleicht bekommen?
00:18:47: Und dann denke ich mein Gott ja sicher!
00:18:51: Da greift ein oder andere und das macht mir unglaublichen Spaß und das kann ich auch als Arzt ganz gut verkraften, dass sich den Patienten vielleicht erst zum zweiten Mal gesehen hat und wenn er mir aber quasi gute Informationen hier in der Schulung erhalten hat, ja auch Denkanstöße gibt, denn wir können unter anderem immer alles erinnern Genau.
00:19:11: Weil das tut mir dieses Interdisziplinäre, das ist extrem wichtig.
00:19:14: Das macht auch richtig
00:19:15: Spaß!
00:19:16: Ja und deswegen sind sie ja auch beide hier weil wir das genauso aufwiederspiegeln möchten.
00:19:21: Sie haben konkrete Zahlen gesagt und Fakten, das finde ich richtig gut.
00:19:26: Ich glaube so konkret hört man es glaube ich selten Und wie Sie das sagten Fröhliche Hundert mit den ganzen Vorsorgechecks.
00:19:33: Vielleicht weißt das auch nicht jeder, also ich denke auch da tun wir hier einen ganz wichtigen Job um auch darüber zu sprechen.
00:19:40: und da wir schon so konkret geworden sind würde ich gerne auch über Maßnahmen sprechen wollen.
00:19:45: Wir haben, fangen wir mal vor einer Anfrage hinüber den Kondessorienspiel gesprochen und wie könnte dann eine konsequente Lipidtherapie, ich glaube so heißt es, helfen?
00:19:54: Und warum ist es auch so entscheidend gerade bei so einer chronischen Erkrankung?
00:20:00: Soll ich noch mal, oder?
00:20:01: Ich
00:20:01: weiß nicht.
00:20:02: Ich geh auf
00:20:02: MIA...
00:20:03: Also aus liebhidologischer Sicht ist es ja hochinteressant weil wir haben natürlich was Sie, Frau Müller-Hundert finde ich super.
00:20:10: nochmal, ich möchte's nochmal betonen!
00:20:12: Das LDL-Kulisterin, wonach wir ja immer gucken in der Lipidologie ist etwas was wirklich über neunzig Prozent genetisch bedingt ist.
00:20:20: Das heißt also auch bei uns wenn wir die Damen haben wo wir sagen sie haben erhöhten Kulisterinspiegel werden erst mal die Augenbrauen hochgezogen und gesagt ich bin noch Vegetarier.
00:20:30: das hat mit der Ernährung faktisch gar nichts zu tun.
00:20:34: wenn man nicht dreimal in der Woche ein Eisbein ist wo man eventuell die letzten zehn prozent Kalisteriensteigerungen sozusagen dann noch sich.
00:20:42: Es geht nichts über eine vernünftige Ernährung, das ist gar keine Frage.
00:20:47: Aber isoliert für das LDL-Kulisterin hat die Ernährungsfaktisch überhaupt keinen Einfluss und wir müssen jetzt relativ klar... Und da gibt es auch gute Leitlinien und es gibt auch gewisse
00:20:58: Scores,
00:20:59: die der Doktor wissen muss nicht der Patient.
00:21:02: Wohin müssen wir das LD L Kulisterine bringen?
00:21:09: Das wieder so fachchinesisch-uremische Dyslipidämie, also ummals zu übersetzen.
00:21:15: Wenn man eine Nierenfunktionsstörung hat werden die Cholesterinpartikel in ihrer Funktionalität verändert.
00:21:23: Sie steigen sowohl von der Anzahl her, als auch dass sie ganz besonders aggressiv sind.
00:21:29: Verschiedene Arten des LDL-Kolesterins werden viel aggressivert, sind viel dichter treten, viel mehr in das was die so schön gesagt haben mit dem Hemmerchen auf dieses Endothel treten.
00:21:41: Viel leichter darin rein.
00:21:43: und wir haben ja immer gesagt es gibt auch dieses schützende HDL hat jetzt für Risikoeinschätzung den Stellenwert etwas verloren.
00:21:53: Wir nehmen es vielleicht noch ein bisschen sozusagen als Sekundärparameter, auch die Funktionalität des eigentlich schützenden HDLs, die also faktisch die schädlichen Partikel wieder zur Leber bringt.
00:22:07: Auch die Funktion dieser Partikel sind eingeschränkt so dass wir also ganz genau und da gibt es wirklich gute klare Empfehlungen Wir müssen faktisch bei allen Patienten, die einen Diabetes haben und die natürlich bei uns Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.
00:22:24: Da gibt es Risikokategorien.
00:22:26: Und fast alle landen in einem der sozusagen mindestens hohem Risiko oder sogar sehr hohem Riesiko.
00:22:35: Das können wir berechnen.
00:22:36: dann können wir den Patienten genau empfehlen wo hin das LDL gesenkt werden muss ausschließlich durch Medikamente.
00:22:45: Das erreicht man faktisch nie durch Lebensstilumstellung, der die absolute Basis für Gesunderhaltung ist.
00:22:52: aber für Fokus Lipitherapie reicht es nicht aus.
00:22:56: Ja ganz genau das kann ich wirklich nur unterstützen und muss einfach sagen meine Patienten die häufig nicht nur Diabetes haben sondern wenigstens einen zusätzlichen Risikofaktor den sage ich auch immer sie sind kardiovaskulär so gefährdet wie jemand, der schon mal einen Herz entfragt hatte.
00:23:17: Und das ist dann doch was, was teilweise auch an gewissen Eindrücken macht.
00:23:21: und diese Menschen denken natürlich auch sie möchten doch etwas für ihre Gesundheit tun und es bringt zum Nachdenken.
00:23:28: Super Argument ja genau!
00:23:31: Sie merken schon ich versuche immer ein bisschen in Bildern zu sprechen weil Manche, was
00:23:35: prägt sich ein?
00:23:36: Menschen
00:23:37: ja
00:23:37: auch.
00:23:37: Super,
00:23:38: super gut!
00:23:38: Sich sehr schnell durch uns bevormundet wird.
00:23:40: Wer fühlen oder es kommen da so... Argumente wie daran verdienen sie ja wahrscheinlich Geld, wenn Sie mir möglichst viele Medikamente verordnen und es sagt nee.
00:23:49: Für mich ist das eigentlich eher günstiger, wenn ich ihn weniger verordne dann bekomme ich auch keine Medikamentenregressen.
00:23:57: Also wie gesagt also es hilft uns nicht aber es hilft eben den Patenten und ich zeige auch dieses Scores immer ganz gerne damit man sich ein bisschen vorstellen kann wo man sich selber wiederfindet.
00:24:11: Genau dieses Miteinander.
00:24:15: Man muss sich die Zeit halt nehmen, das ist in der Praxis manchmal relativ schwierig.
00:24:20: aber wenn es so Unklarheiten sind und wenn die Menschen das nicht verstehen warum dann ist es ja nicht dass sie sagen ich lehne das jetzt prinzipiell ab aber Sie haben eben noch nicht die ausreichende Information Mit den Daten, die vorliegen mit der wissenschaftlichen Beweislage.
00:24:37: Es hat gar nichts damit zu tun, dass wir irgendwelches Geld verdienen.
00:24:39: und sehr guter Spruch.
00:24:42: Uns würde es besser gehen, wenn wir nicht so viel brauchen.
00:24:44: Genau!
00:24:47: Und ich denke also das was die natürlich auch immer versuchen zu veranlasen ist eine gewisse Lebensstilintervention in Form von Sport gerade mit gewissen Medikamenten.
00:24:56: also ich favorisiere ja auch sehr diese Wochenspritzen die es im Moment gibt Also die GLP-Eins Analoga Die auch zum großen Teil einen kardiovaskulären Tutor zu nutzen haben sprich auch Herz und Niere schützen.
00:25:10: nur bei diesen.
00:25:11: Es ist ganz wichtig, dass man sich unglaublich viel bewegt.
00:25:14: Sonst hat man eine ungesunde Gewichtsabnahme, sonst führt das dazu, nicht nur Fett, sondern Muskulatur abzubauen.
00:25:22: Bei jeder Gewichtsaufnahme nimmt man auch Muskeln ab.
00:25:25: Der Körper muss ja auch nicht mehr so viel tragen.
00:25:27: Man darf aber eben nicht zu viele Muskeln abbauen und das kann man nur deutlich verhindern, dass es sehr viel beweht, viel Sport macht und sich natürlich auch proteinreich ernährt.
00:25:39: Also Bewegung und Ernährung, Kraftsport wie Sie sagen hilft natürlich alles für die Gewichtsreduktion.
00:25:45: Sie haben vorhin schon auch gesagt ja welche Typen von Menschen dann besonders gefährdet sind?
00:25:51: Wir sind schon fast so konkret geworden.
00:25:54: Welche Medikamentüssen Ansätze haben sich denn auch in Ihrer Praxis als besonders wirksam erwiesen um dieses gefährliche Dreieck um die Gefahr zu minimieren?
00:26:06: Also es ist hier so, dass als ich anfing Diabetologie zu machen ja das mehr oder weniger eine Strafe war.
00:26:13: Wir hatten nur Metformin zur Verfügung und irgendwie alles nicht zielführend.
00:26:19: man hat den Menschen dann auch gesagt sie möchten doch bitte versuchen ihr Gewicht zu reduzieren.
00:26:24: und dazu muss man einfach mal sagen wenn jemand adipös ist handelt sich dabei häufig um eine Erkrankung böswilliges zu viel essen, aus langer Weile oder wie auch immer.
00:26:38: Diese Menschen die adepös sind haben ein sogenanntes Food Noise das heißt sie stehen ständig unter Druck Hunger zu haben und diesen Hunger auch stillen zu wollen.
00:26:48: Und da haben wir natürlich jetzt wunderbare Medikamente an die Hand bekommen, diese gesunde Närten GLP-I Analoga.
00:26:55: Die es ja zum Teil auch schon in Tablettenform gibt und die führen dazu das der Hunger gestillt wird, dass sie Menschen an Gewicht abnehmen aber das auch Körper eigenes Insulin freigesetzt wird und wir eine Möglichkeit haben möglichst spät mit der Insulintherapie zu beginnen, die eigentlich nur ein Hilfsmittel ist.
00:27:12: Die wird handeln zu neunzig Prozent Typ II Diabetiker, die erst sehr spät Insulin defizient werden.
00:27:18: Also erst sehr, sehr späht eigentlich Insulin brauchen.
00:27:20: Das heißt das erste was wenn jemand Typ II-Diabetes hat und massiv übergewichtig ist, ist sicherlich das Erste was man geben sollte einen GLP I Analogern mit der anderen Substantanzgruppe den SGLTII Hämmern eben diesen Medikamenten die dazu führen dass Zucker im Urin ausgeschieben wird.
00:27:39: sie kommen für nicht nur zur Verbesserung der Stoffwechselage im diabetologischen Bereich, sondern sie senken auch noch den Blutdruck.
00:27:48: Sind so genannt inflammatory oder anti-inflammatorisch wirksam.
00:27:53: also Sie nehmen die Entzündung von der Frau Prof.
00:27:56: Reibes vorhin auch Sprach aus dem Körper heraus Und sie führen nur eine Gewichtsabnahme.
00:28:01: Sie merken schon, ich bin ganz euphorisch.
00:28:03: Das können so die jungen Diabetologen heutzutage irgendwie gar nicht mehr verstehen.
00:28:08: wenn man mal in alten Zeiten Diabetologie gemacht hat und immer seine Grenzen gefunden hat gibt es jetzt eigentlich keine Grenzen mehr.
00:28:17: wir können tatsächlich wenn unsere Patienten bereit sind mitzumachen heißt also sich dann auch entsprechend an die Ernährungsvorgaben zu halten, die wir unterstützen mit uns in den Medikamenten können für die also unglaublich viel bewirken gemeinsam im Team Patient und Arzt.
00:28:40: Ja so kann man auch gleichzeitig wunderbar verstehen wie es im Körper funktioniert und auch wo sie herkommen beruflich.
00:28:46: das ist natürlich super auch jetzt mal von ihnen so die Entwicklung zu hören.
00:28:49: Professor Reiber Sie wollten auch was sagen.
00:28:51: Ja, wenn ich noch... Das sind so die neuen Präparate wo wir also wirklich mit großen Augen drauf schauen und wirklich begeistert sind.
00:28:59: Wenn nicht nur nochmal an der Stelle auf wirklich alte Präprate hinweisen darf.
00:29:03: diesjahr schon fast vierzig-fünfzehn Jahre gibt diese sogenannte Rasinibitoren.
00:29:08: Wir reden ja auch jetzt über die Niere an sich und es gibt eine super Beweislage dass diese Rasinhibitoren... ein altes Deronsystem und das ist überaktiviert.
00:29:24: Das heißt also durch die Nieren-Dysfunktion ist diese gesamte Regulation eines ganz zentralen Hormonsystems gestört und die Rezeptoren dafür sind überaktivert, das heißt sie sind ganz hungrig auf etwas!
00:29:40: Und dazu gibt es die Rasinhibitoren.
00:29:43: Das sind die riesengroße Gruppe der Rasinibitoren und die sind schon in den achtziger Jahren gezeigt worden.
00:29:48: unter Rasinribitoren wird zwar dieses System auch blockiert Aber es führt dazu, dass der Abfall der Nierenfunktion.
00:29:58: Das heißt die Einschreckung jedes Jahr etwas nachlässt.
00:30:01: Das heisst also zu Deutsch das die Niere länger erhalten bleibt.
00:30:05: Die Rasinibitoren verlangsamen Faktisch des Fortschreiten der Nirenerkrankungen.
00:30:10: Es ist eigentlich die Basis für alle anderen Medikamente und Top wenn man eine Nierenschwäche hat Egal welcher Natur, wir reden ja heute über diabetes- oder hypertensiver Erkrankungen.
00:30:28: Aber dafür ist die Basis.
00:30:30: und jetzt wenn ich nach hinten geguckt habe darf ich auch vielleicht noch mal nach vorne gucken weil wir haben ja jetzt auch diese... Wir sagen dazu nichts deroidale Mineralokotikuitantakonisten.
00:30:46: Viele der Patienten kennen vielleicht Spironolakton, das nehmen sie vielleicht als Blutdruck oder als Herzschwöchermittel.
00:30:53: Und da gibt es jetzt eben auch eine neue Generation die noch weniger Nebenwirkung hat und noch effektiver ist und die sehr wahrscheinlich wir hoffen es vielleicht so Es ist ja schon zugelassen für eine Nierenschwäche aufgrund eines Diabetes.
00:31:11: Und wir hoffen auch, dass es dann zugelassen wird jetzt vielleicht sogar im nächsten Jahr schon das was verschreiben können bei dieser Herzschwäche mit erhaltener Pumpleistung.
00:31:20: Das heißt was also häufig mit Hochdruck und Diabetes und Nierschwäche usw.
00:31:25: einhergeht?
00:31:26: Also da sind wir auch sehr gespannt.
00:31:29: Da gibt's ja Daten für über dreizehntausend Patienten die gezeigt haben, dass wirklich um mehr als zwanzig Prozent wird das Fortschreiten der Nierenschwäche aufgehalten.
00:31:40: Und es ist in der Medizin mehr als zwanzig Prozent, ist schon eine veritable Nummer muss man sagen?
00:31:46: Ja also sehr spannende Einblicke und wir haben über medikamentöse Ansätze gesprochen und auch schon über Lebensstilanpassungen wie sie das so umschrieben haben.
00:31:54: wenn es darum geht dass aber auch im Auge zu behalten welche regelmäßigen Untersuchungen andere sagen Screenings muss man dann eigentlich machen von Patientenseite aus, aber auch aus der Sicht der Hausärztinnen.
00:32:11: Die haben wahrscheinlich auch eine ganz wichtige Rolle weil wie Sie sagen das sind natürlich auch wichtige Schnittstellen um entweder schnell weiter zu leiten, aber ich sage jetzt mal fortwährend das auch im Blick zu behalten.
00:32:26: Also zwei große Fragen, ich gebe es zu.
00:32:27: Zwei große Fragen also welches Greenings müssen also stattfinden regelmäßig und welche Rolle würden Sie auch den Hausärztin noch zuschreiben?
00:32:36: Also wir haben ja vorhin schon über die Gesundheitsuntersuchung gesprochen und die werden ja auch von den Hausärzten immer sehr gut und sehr gründlich durchgeführt, wenn sich die Patienten vorstellen.
00:32:47: Da würde ich mich auch sehr freuen, wenn vielleicht die Krankenhassen nochmal das in ihre Recall-System ein bisschen einschließen würden.
00:32:54: Ich weiß dass zur Darmkrebsprävention tatsächlich den Patienten Benachrichtigungen geschickt werden.
00:33:01: hier wäre es vielleicht auch noch mal schön so eine kleine Information kommt, deine Gesundheitsuntersuchung steht wieder an.
00:33:07: Und wenn es dann so sein sollte dass eine Erkrankung tatsächlich diagnostiziert wurde also sprich eine Coronaherzerkrankungen oder vielleicht auch ein Diabetes haben wir ja diese Disease Management Programme die vorsehen das man sich alle drei bis sechs Monate mit dem Patienten sieht und entsprechend Abhängig von den Beschwerden, abhängig vom Grad der Erkrankung die Check-ups macht.
00:33:32: Ich finde es immer so ein bisschen schwierig.
00:33:33: also gibt's eine Leitlinie die sagt naja Gott jeder Diabetiker soll möglichst einmal im Jahr kardiologisch vorgestellt werden.
00:33:40: das ist was das können die Kardiologen im Moment in unserem Gesundheitssystem.
00:33:43: da müssen sie mich vielleicht auch korrigieren Frau Prof.
00:33:45: Reibes aber ich glaube dass können Sie nicht leisten.
00:33:47: Es ist nicht so dass man jetzt jeden Patienten darin hinschicken kann sondern da muss so ein bißchen einfach Vorarbeit unsererseits geleistet werden eine Alarmnese zu machen.
00:33:57: Ich versuche einmal im Jahr bei jedem Patient ein EKG zu schreiben, man muss natürlich dann auch gucken wie sieht es in der Familie aus?
00:34:04: sind da viele Patienten mit Corona-Herzerkrankungen?
00:34:07: Da muss man ein bisschen häufiger versuchen beim Kardiologen vorzustellen aber... Bevor man diese ganze Untersuchung macht, eigentlich ist es viel wichtiger eben die Risikofaktoren möglichst zu minimieren wie Frau Professor Reisendweibes schon gesagt hat.
00:34:21: Das heißt Nierenwerte kontrollieren frühzeitig intervenieren.
00:34:26: Schauen isst Eiweißimorinen denn wenn die Nieren geschädigt sind dann ist ein frühes Zeichen eine Eiweisausscheidung eine sogenannte Mikroalbumminorie, die ihr auch darauf hindeutet wie gesagt zum einen ein Nieren aber auch eine Herzschädigung vorlegen kann.
00:34:42: Ich will wissen, wie ist das LDL-Kollisterin des Patienten und dass im relativ einfache Untersuchung, den man ruhig alle ein bis zwei Jahre durchführen kann wo man schon recht gut und zielführend dann auch weiter gut therapieren kann.
00:34:55: Und wie gesagt, ich halte auch die Patientenschulungen für unglaublich wichtig.
00:34:58: Die gibt es ja leider nur in der Diabetologie oder hauptsächlich in einer Diabetologie.
00:35:03: Das wäre sicherlich auch noch mal eine schöne Sache so was in der Kardiologie zu etablieren.
00:35:08: Ich weiß nicht, da müssen Sie etwas zu sagen.
00:35:15: Ich glaube also wir sind ja bei den Hausärzten gewesen und das gibt eine große Analyse der Versorgungsqualität in den hausärztlichen Praxen, wo also über eine halbe Million Patienten eingeschlossen wurden bei hundert hausärtlichen Kollegen und bei klassischen Risikopatienten.
00:35:41: Also Diabetes Hochdruck oder eine manifeste Herzerkrankung Bei wie vielen Patienten wurde überhaupt geschaut, ob eine Nierenfunktionsstörung vorliegt und zwar nur mit der letzten Endes.
00:35:54: Mit der Wasserausscheidungsfunktion also diese GFR das wurde bei knapp der gerade mal bei der Hälfte wurde überhaupt bei den Hausärzten geschaut.
00:36:04: wir haben immer so den Eindruck es gehört doch eigentlich zur Routine mit dazu Aber da haben wir offensichtlich eine gefühlte Positivselektion.
00:36:12: Das ist bei Weitem nicht, bei allen Hausärzten wird das regelmäßig gemacht.
00:36:16: Geschweige denn was Sie als Diabetologin?
00:36:19: Das ist für sie eine absolute Selbstverständlichkeit dass man sagt Wir machen den Migratest oder sogar den UACR, also wo man faktisch etwas spezifischere Untersuchungen im Urin noch mal macht – bei ein Prozent!
00:36:35: Von Leuten, die also wirklich eine riesige Hochrisikoppopulation darstellen.
00:36:40: Aber ich muss die Haushalt so ein bisschen in Schutz nehmen, weil das für diese Gesundheitsuntersuchung gesehen ist ja tatsächlich nur einen Glukosewert und der Gesamtcholesterinwert.
00:36:50: Und wir vom Verband der Diabetologen haben mehrere Eingaben im Bundestag gestartet und versuchen dagegen zu arbeiten, weil eigentlich wenn nur zwei Parameter ja bestimmt werden dann wäre sinnvoll das LDL-Kolosterin und der HWNC.
00:37:07: Und wenigstens das Kreatinien.
00:37:08: aber natürlich ist das was sie sagen der UACR natürlich viel wichtiger.
00:37:13: Da muss man auch so ein bisschen vielleicht mal die Krankenkassen nehmen, dass sie mal überdenken.
00:37:19: Ist das denn überhaupt sinnvoll was Sie uns davor schreiben zu untersuchen oder den Hausärzten vorschreiben?
00:37:25: Denn die Hausärzte haben ja bedauerlicherweise auch ein Laborbudget und wenn sie das überschreiten dann übernehmen sie die Kosten für die Kontrollen ihrer Patienten.
00:37:34: und dass sie das nicht wollen kann ich auch verstehen.
00:37:36: Und das wird also mit einen Grund für diese schlechte Statistik sein.
00:37:40: Ja
00:37:43: wird wahrscheinlich auch so sein.
00:37:44: Aber ich sage mal, wir wissen ja ungefähr die Hälfte bekommen wir über die EGFR raus und das andere bekommen wir letztendlich über die Album Minori raus.
00:37:53: wenn ich bedenke was also in Deutschland... Also wir wollen jetzt nicht gesundheitspolitisch werden aber ich sag mal was wir für Therapien freisetzen?
00:38:00: Was kostet letzten Endes auch nur eine GMP-I Spritzeb in Monatstherapie versus?
00:38:06: Wir machen bei den Patienten einen dezidiertes Screening und zwar bei allen Risikopatienten.
00:38:12: Ja, deshalb genau wie Sie sagen wir müssen auf einer anderen Ebene angreifen was jetzt für unsere Patienten interessant ist dass sie eben selber auch Wachsam bleiben zu sagen, wir haben richtig coole Patienten.
00:38:26: Die wissen den LDL-Wert wirklich die wissen okay.
00:38:29: jetzt kommen sie zum Höhlenhund dem Kardiologen der fragt immer nach und die wissen sofort okay mein LDL ist eins Komma zwei und dann strahlen wir uns gegenseitig an.
00:38:37: und super nicht.
00:38:38: so müsste es ja eigentlich auch mit denen prognoserelevanten Parametern, die genauso... Also die Filtrationsleistung der Niere-Ausscheidungsfunktion
00:38:48: ist genau so
00:38:48: prognoserelevant.
00:38:50: Genauso!
00:38:51: Aber um nochmal auf die Frage ob wir Kardiologen das leisten könnten?
00:38:54: Nein können wir natürlich nicht.
00:38:56: Wir freuen uns über sagen wenn es mal ein unkomplizierter Patient ist, der nur einen Diabetes hat.
00:39:02: Da freuen wir uns mal dass wir sagen Das geht ja jetzt mal hoffentlich unkompliciert aber das ist gar nicht leistbar.
00:39:10: also Einen cardiologischer Kontakt ist, was weiß ich, zwölf bis fünfzehn Minuten.
00:39:15: Und wenn wir jetzt alle Diabetes-Patienten hier um das... Aber Sie haben völlig recht Risikokonstellation erkennen und kein Kardiolo würde dann sagen, ach ne, mach ich es
00:39:28: nicht.
00:39:28: Das ist vielleicht so ein bisschen Nischenthema die Frauen besonders zu untersuchen Denn Herzerkrankungen habe ich gelernt, sind bei Männern häufiger.
00:39:39: Bei Frauen vielleicht nicht ganz so häufig.
00:39:41: aber wenn die Frauen herzkrank sind,
00:39:43: sind sie
00:39:44: viel kränker meistens als die Männer und das wird in unserem System immer noch ein bisschen untergewertet.
00:39:51: Also eine Frau schicke ich eher mal zum Kardiologen
00:39:54: Ja, ist auch wirklich so.
00:39:55: Ist auch und die Filtern wir auch viel mehr raus weil sie viel mehr diese Herzinsuffizienz mit erhaltener Pumpfunktion haben.
00:40:00: Und auch da müssen wir ganz besonders gucken wenn eine Nieren ins Suffiziens da isst werden eben wir wissen Männer werden zu drei und zwanzig Prozent korrekt behandelt Frauen zu vierzehn prozent.
00:40:12: das ist also ein man will gar nicht rum gendern.
00:40:14: um Gottes Willen.
00:40:15: es geht darum dass wir eben wirklich einen hoch vulnerablen fünfzig prozent der der Menschheit ist deutlich vulnerabler als die andere.
00:40:23: Bezüglich Niere, Diabetes und Herz.
00:40:27: Vielleicht weniger bezüglich Atherosclerose?
00:40:29: Das ist klar!
00:40:29: Da müssen wir dann eben in eine andere Richtung gucken.
00:40:31: aber hier absolut gebe ich Ihnen völlig recht
00:40:34: Es macht total Spaß ihn zuzuhören und ich glaube wir haben schon so viel gelernt und erfahren dürfen in den letzten Ausführungen.
00:40:42: Aber das heißt oder bestätigt ja nochmal dass wir Sie genau richtig eingeladen haben und dass das genau das richtige Thema ist.
00:40:53: Also ganz klar, wir haben über Lebensziehe gesprochen, über medikamentuelle Ansätze, über die Rolle der entsprechenden Professionen- und medizinischen Fachrichtungen von den Tests von den Vorgängen was im Körper passiert und ich würde gerne von Ihnen zum Schluss wissen Was Sie vielleicht auch Betroffene mit auf den Weg geben, die vielleicht erst vor Kurzem von Ihrer chronischen Nierenerkrankung erfahren haben?
00:41:22: Ja.
00:41:23: Bei mir sind es in der Regel Patienten mit Nierenerkrankungen und Diabetes, das kann ich nur immer wieder betonen als alles eine Schulungsschicke damit sie über ihre Erkrankungen gut informiert sind.
00:41:37: Und genau das was Prof.
00:41:39: Reibes auch sagte quasi Auch die Untersuchungen, die erforderlich sind einfordern können.
00:41:45: Das ist nämlich auch eine ganz wichtige Geschichte, dass sie zum Hausarzt gehen und sagen so bei mir ist einfach die Kolesterolienkontrolle mal wieder dran oder Bei mir muss müssen die Nierenwerte einmal wieder kontrolliert werden.
00:41:58: Dann möchte ich mit auf den Weg geben Dass Sie auf jeden Fall erstmal Ihre Erkrankung positiv gegenüberstehen.
00:42:04: das heißt wenn man sich in ärztliche Behandlung begibt deinsprechende Medikamente bekommt dann ist das durchaus nicht so, dass was dann sofort unmittelbar tödlich endet.
00:42:13: So wie man vielleicht zu Beginn des Gesprächs befürchten könnte und was ich auch immer wieder ja doch sehr favorisiere ist, dass die Patienten parallel eben zu der Medikampgnösentherapie auch wirklich ihren Lebensstil positiv beeinflusst.
00:42:32: dazu gehört tatsächlich Bewegung oder Sportempfehlung ist.
00:42:36: Hundertfünfzig Minuten moderate Bewegung quasi in einer Woche oder eben auch seventy fünf Minuten richtig sport das man entschwitzen kommt.
00:42:46: wenn jemand noch keinen sport bisher getrieben hat und Ausweil hat dann ist Kraftsport das, wenn man älter wird.
00:42:53: Was eigentlich eher zur Gewichtsreduktion und zur Verbesserung des Stoffwechsels führt.
00:42:59: Wenn aber jemand schon immer Joggen war, soll auch weiter joggen.
00:43:01: Dann ist das sicherlich was, was für ihn ist.
00:43:05: Das ist ja... Also letzten Endes haben Sie das genau zusammengefasst, was ich auch sage wurde?
00:43:10: Mir ist es wichtig zu sagen wir haben etwas in der Hand Wir müssen also.
00:43:15: keiner freut sich über eine Diagnosestellung.
00:43:17: Aber das ist etwas, was in Weiten teilen.
00:43:20: wir können die Prognose, indem wir faktisch miteinander arbeiten, können wir die Prognoße positiv beeinflussen?
00:43:28: Wir müssen also nicht ins offene Messer rennen!
00:43:30: Wir müssen auch nicht Lebenszeit oder Lebensqualität wirklich verlieren.
00:43:37: Es ist wichtig dass die Patienten sich selber darüber informieren, Unendliche Auflistungen von Blutdruckwerten pro Tag, drei oder vier Mal dem Blut druck gemessen.
00:43:50: Aber die Patienten wissen eben häufig nicht wie ist der Kulisterinspiegel?
00:43:54: Wie ist der Zuckerspiegel oder wie ist den Nährenfunktion?
00:43:57: Der Blut Druck muss konsequent unter Hundertdreißig Achtzig.
00:44:01: Auf jeden Fall muss der eingestellt sein, aber wir müssen eben doch auch in die anderen Ecken schauen und das faktisch wie so ein Umbrella.
00:44:09: Wir haben mehrere also einen Kaleidoskop aus Punkten, die die Patienten mit bewachen müssen, die aber durchaus auch überschaubar sind und sie werden dann meistens nicht drum herum kommen.
00:44:24: Ich gebe Ihnen völlig recht Lifestyle absolute Basis.
00:44:28: Rauchverzicht, Sportgewicht versuchen so zumindest zu halten jetzt in der Adventszeit mindestens zu halten aber das ist häufig also wenn ich jetzt die siebzigjährigen übergewichtigen Damen sehe es ist schwer Richtung Sport durchzusetzen.
00:44:47: was mir wichtig wäre ist dass die Patienten die Medikamente die wir ihnen mit Sinn und Verstand verschreiben, dass sie die nicht ablehnen.
00:44:56: Und keinen sozusagen so einen negativen Aspekt den Patienten gegenüber aufbauen sondern das wir in dem wir häufig ja auch Kombinationstherapien richtig machen gerne auch mit drei vier Präparaten nicht die Feinde sind, sondern dass das die Freunde sind.
00:45:17: Jedes Schlüsselchen findet seinen Schluss und hilft letztendlich den Organen und jetzt heute insbesondere auch der Niere schön lange gut durch Blute zu sein und effektiv arbeiten zu können.
00:45:29: Und es erfordert eben auch unsererseits Geduld, Aufklärung des entsprechenden Patientenvokabular.
00:45:38: Ja, oder solche Podcasts wie jetzt.
00:45:40: Das wollte ich gerade sagen.
00:45:41: Oder man hört in diese Folge rein und in diesem Podcast ... Und es waren ganz tolle Messages die Sie grade unseren Zuhörerinnen und Zuhöhrern gegeben haben.
00:45:51: Ich denke da ist für jeden etwas dabei!
00:45:53: Und ich fand auch sehr gut... Die Eindringen sie darüber gesprochen haben das is hier auch um dieses gefährliche Dreieck geht.
00:46:01: Von daher sage ich ganz herzlichen Dank Professor Reibes und Frau Müller-Hunold.
00:46:06: Expertise ihr wissen und ja die Einblicke in das Thema heute.
00:46:09: Schön, dass sie da waren!
00:46:10: Sehr gerne, gern geschehen!
00:46:12: Ganz gerne!
00:46:13: Vielen vielen Dank und wenn du keine Folge ganz schön ihre verpassen willst dann abonniere ganz fix diesen Podcast.
00:46:20: den gibt es überall wo's podcast gibt und danke fürs zuhören.
00:46:23: wir hören uns beim nächsten Mal.
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