Folge 13: Nierengesundheit in eigener Hand

Shownotes

In dieser Folge von „Ganz schön Nieren – Aha-Momente und klare Antworten“ dreht sich alles um die Frage, wie du deine Nierengesundheit aktiv schützen kannst, bevor es überhaupt zu ernsthaften Problemen kommt. Unter dem Leitgedanken „Prävention statt Intervention“ spricht Mathias Furch und seine Gäste darüber, warum frühes Handeln bei Nierenerkrankungen so entscheidend ist und welche Möglichkeiten es heute gibt, die eigene Gesundheit selbst mitzugestalten. Zu Gast sind Prof. Dr. Jan Kielstein, Leiter der Klinik für Nephrologie an der Städtischen Klinik Braunschweig, sowie PD Dr. Ulrike Schatz, Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologie und Lipidologie an der Uniklinik Dresden. Gemeinsam geben sie verständliche Einblicke in die moderne Nierenprävention und erklären, wer ein erhöhtes Risiko für chronische Nierenerkrankungen hat und warum Nierenschäden oft lange unbemerkt bleiben. Diese Folge zeigt eindrücklich, dass Nierengesundheit kein Randthema ist, sondern eng mit Herz, Gefäßen und Stoffwechsel zusammenhängt – und dass man selbst eine ganze Menge tun kann, um die Nieren langfristig gesund zu halten. Eine informative und motivierende Episode für alle, die Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen möchten.

Mehr Informationen: https://www.teamniere.de/

Dieser Podcast wird finanziert von AstraZeneca. DE-94339

Transkript anzeigen

00:00:11: Schön, dass du wieder da bist bei ganz schönen Nieren.

00:00:15: Ah-Momente und klare Antworten!

00:00:17: Und heute sprechen wir darüber wie du deine Nierengesundheit wirklich in die eigene Hand nehmen kannst bevor es überhaupt zur ernsten Problem kommt.

00:00:25: Prävention statt Intervention, quasi.

00:00:28: Das ist unser Motto für diese Folge und ich freue mich sehr auf meine Gäste!

00:00:32: Ich spreche mit Professor Dr.

00:00:33: Jan Kielstein, Leiter der Klinik-Virnephrologie, Rheumatologie & Blutreinigungsverfahren an das städtischen Kliniek Braunschweig Und ich spreche Mit Privatozenten Dr.

00:00:41: Med.

00:00:42: Ulrike Schatz Fachärztin Für innere Medizin Diabetologie und Libetologie Oberärztinnen und Leiterin Der Stoppwechselambulanz An der Uniklinik Dresden.

00:00:51: Herzlich Willkommen, wir sind heute sehr gut aufgestellt.

00:00:54: Schön dass Sie meine Gespräche heute sind.

00:00:56: Hallo, wir freuen uns!

00:00:58: Ja

00:00:58: danke, dass ihr hier sein dürft.

00:01:00: Sehr sehr gerne.

00:01:01: ich habe auch einige Fragen mitgebracht und ich denke es wird ganz spannend sein.

00:01:05: und wie möchten ja ihre Expertise ganz viel abknapsen?

00:01:08: Und Herr Professor Kittstein ich würde gerne bei Ihnen anfangen.

00:01:13: wenn wir wirklich über Prävention sprechen bei chronischen Irnerkrankungen Was sind dann aus Ihrer Sicht oder aus nephrologischer Sicht so die größten Hebe, damit Patienten sich im besten Falle frühzeitig schützen können?

00:01:27: Die Frage ist ja müssen jetzt alle Bürgerinnen Deutschlands auf ihre Niere aufpassen.

00:01:34: Oder nicht?

00:01:35: und ich glaube man kann das schon mal etwas einschränken nämlich Risiko adaptiert?

00:01:40: also wer hat denn überhaupt ein Risiko dafür dass die Niere im Laufe des Lebens Schaden nehmen könnte.

00:01:49: Das können wir relativ gut einengen.

00:01:50: Das sind Menschen mit Erkrankungen wie Diabetes meditus oder mit einer atrialen Hypertonie, also Bluthochdruck.

00:01:59: Es sind Menschen die sehr untergewichtig zur Welt gekommen sind bei der Geburt zwei Kilo oder weniger gewogen haben und das sind Menschen, die eine Krebstherapie hinter sich gebracht haben.

00:02:15: Die haben allesamt ein erhöhtes Risiko, eine chronische Nierenkrankheit zu bekommen.

00:02:23: Ein Parameter fällt mir noch eines in Menschen die im Krankenhaus im Rahmen einer schwerwiegenden Therapie oder Operation mal etwas gehabt haben was wir als akute Nirenschädigung bezeichnen das heißt sie sind ins Krankenhaus gekommen die Niere war vollkommen gesund und dann ist irgendwas passiert schwere Operationen, Medikament so dass die Nierenfunktion für eine Zeit lang deutlich eingeschränkt war.

00:02:49: Vielleicht sogar eine Dialyse stattgefunden hat.

00:02:52: also sie haben auch noch ein erhöhtes Risiko für nekronische Nierenkrankheit und die sollten sich um ihre Nieren auf jeden Fall kümmern.

00:03:03: das heißt es gibt einige Risikofaktoren und im besten fall kann man sie natürlich auch frühzeitig ja erkennen.

00:03:11: Das heißt, da gibt es wahrscheinlich Laborparameter oder allgemeinen Parameter.

00:03:16: Die Klammer aufregelmäßig zu kontrolliert werden sollten.

00:03:20: könnten sie für uns zusammenfassen?

00:03:21: Also vielleicht die beide welche das sind.

00:03:23: also welche Laborparometer müssten unsere Erinner so offen Schirm haben.

00:03:28: Vielleicht nochmal falls eine Nachfrage ist auf die eigenen Hausärztenden zuzugehen.

00:03:34: Ja,

00:03:37: ich fange gleich mal.

00:03:39: Aber das ist doch wunderbar!

00:03:41: Das Zeig uns beiden ist die Früherkennung mittels Labor sehr wichtig und vielleicht starten Sie ruhig mal.

00:03:49: Ich bin sehr gespannt was bei Ihnen die Hitliste anführt?

00:03:54: Und dann können sie das sehr gerne fachkundlich ergänzen.

00:03:58: also ein Grundparameter den wir Ärzte messen ist es sogenannte Kreatinien.

00:04:04: Das ist ein Stoff, der entsteht wenn sich Muskeln erneuern oder bewegen.

00:04:07: also jeder Mensch bildet dann pro Tag eine bestimmte Menge davon.

00:04:13: Die Nieren filtern dann das Kreatinin aus dem Blut raus und Wenn die Nieren gut arbeiten dann bleibt der Kreatinenwert im blut den man ja messen kann normal.

00:04:24: Wenn die nieren schlechter Arbeiten dann steigt der Wert an.

00:04:26: also merken Kreatinien ist quasi ein Abfallstoff aus den Muskeln.

00:04:31: Hoher Wert heißt Hinweis, dass die Niere langsamer oder schlechter arbeitet.

00:04:36: Auf der anderen Seite die sogenannte GFR Glomeruläre Filtrationsrate klingt kompliziert ist es aber nicht, denn das ist einfach nur ein Maß für die Nierenleistung.

00:04:49: Also wie viel Milliliter pro Minute kann gereinigt werden oder wird gefiltert?

00:04:56: Die Reinigungsleistungen der Niere.

00:04:57: und da ist es andersrum dass eine hohe GFR also wenn viele Millilitter pro Minute gefiltern werden, die Niere gut arbeitet und wenn sie schlechter arbeitet also weniger schafft dann fällt der Wert runter.

00:05:10: Also über neunzig Milliliter pro Minute gilt da normal und wenn es unter Neunzig ist, fängt's an pathologisch zu werden.

00:05:17: Und bevor ich auf den dritten Parameter komme erst mal kurz eine Frage an die Nephrologen Ist das so eindeutig genug?

00:05:25: Also auf jeden Fall und da sind ja auch schon wichtige Kriterien mit drin oder auch Dinge, die den Werke einflussen können.

00:05:35: Ich habe eine typische männliche Interpretation dieses Wertes.

00:05:38: ich sage immer Arbeiterunweit von Wolfsburg.

00:05:43: Da sitzt ein großer Mobilitätsdienstleister, ich sage immer die EGFR ist im Prinzip so eine PS-Zahl der Niere.

00:05:52: und das was wir machen möchten es im Prinzip den Nieren TÜV zu erheben in dem das Kreatinien verwendet wird und dann in eine Formel eingesetzt wird und diese Formel schätzt Nierenleistung ab.

00:06:06: Ich glaube, das ist ganz wichtig!

00:06:07: Das E steht nicht für elektrisch sondern das E bei der EGR steht für Estimated for Geschätzt.

00:06:15: und Schatz hat einen ganz wichtigen Punktungen gesagt nämlich dieses Kreatinien kommt aus dem Muskelstoffwechsel.

00:06:21: und wenn sie so jemanden haben mit der Statur von Dwayne The Rock Johnson oder vielleicht für die älteren unter uns Annal Schwarzenegger dann suggeriert dieser Schätzwert häufig, dass die Niere krank ist.

00:06:35: Obwohl sie eigentlich gar nicht krank isst.

00:06:37: also man muss auch immer so ein bisschen die Muskelmasse der Person mit im Auge behalten, deren PS-Zahl, deren EGFR wir messen und dann wie beim Nierentüff oder wie beim richtigen TÜV hat er noch eine zweite Komponente Und die wird Frau Schatz jetzt gleich nochmal mit darstellen.

00:07:00: Das hat nämlich gar nichts mit dem Blut zu tun, sondern mit einer anderen Flüssigkeit.

00:07:06: Mit dem Urin!

00:07:07: Früher hat man ja Urinenanschau gemacht und davon schon ganz viel erkannt.

00:07:10: Auch heute ist der Urin ganz substanziell wichtig.

00:07:13: Und zwar kann man im Urin messen... Albumin.

00:07:16: Das ist ein ganz wichtiges Körper-Eilweis, was diverse Aufgaben im Blut hat und normalerweise ist es so dass die Nieren jetzt dafür sorgen das Albummin nicht in den Urinen gelangt.

00:07:27: aber wenn die Filter in der Niere und das wurde bestimmt im Rahmen dieses Podcasts schon mal erklärt diese kleinen Glomeruli Filter.

00:07:35: Wenn die geschädigt sind, kann das Albumin eben durchzickern und dann kann man es im Morin nachweisen.

00:07:40: Und warum ist das so wichtig?

00:07:42: Das ist eines der frühesten Zeichen einer beginnenden Nierenschädigung.

00:07:46: Also dass Kreatinien was gerade so schön erklärt wurde, kann noch normal sein aber das Albumin im Morinen kann bereits nachweisbar sein.

00:07:53: Das kann Mikro oder Makro also wenig oder viel sein Und besonders bei Diabetes oder Bluthochdruck ist das ganz, ganz entscheidend.

00:08:02: Man muss halt auch wissen, dass es keine Beschwerden macht wenn das Album Minimori nachhört.

00:08:06: Das heißt, das ist was, was man wirklich nur findet, wenn man gezielt danach sucht.

00:08:10: und dann Professor Kirstein muss man glaube ich auch erwähnen.

00:08:13: Ich kann mich genau an die Zeiten erinnern als sie Patienten sammeln mussten.

00:08:18: Vierundzwanzig Stunden musste der Urin aufgesammelt werden dafür damit man das Valide dann messen konnte.

00:08:24: und heute reicht ja der Morgen Urin, weil wir Ärzte so einen schönen Quotienten bilden können.

00:08:29: Also wir können es quasi in Verhältnis setzen das Album ihn zum Kreatinien Und deswegen muss der arme Patient nicht mehr sammeln, sondern wir können das aus dem Roggenurin einfach messen.

00:08:42: Und kurz bevor Sie das bestimmt noch fachkundig ergänzen, warum ist es so wichtig für uns Diabetologen und Lipidologen?

00:08:51: Wir können frühzeitig erkennen.

00:08:52: Wenn wir frühzeitig kennenlernen können, können wir auch die Niere schützen indem wir den Blutzucker optimal einstellen, Wette in den Griff bekommen, natürlich nicht rauchen ganz wichtig und gegebenenfalls bestimmte Medikamente auf die wir bestimmt noch zu sprechen kommen einsetzen.

00:09:12: Ja also kurz zusammengefasst der Nieren-TÜV ist wie der richtige TÜV besteht eher aus zwei Komponenten einmal aus der EGFR Aus der Leistungsfähigkeit der Niere, aus der PS Zahl der Nihere und aus einem Wert im Urin.

00:09:28: der sogenannten UACR, Urinalbumin-Kreatinienration muss man sich nicht merken und Man kann durch den Nieren TÜV fallen wenn eins davon nicht in Ordnung ist.

00:09:39: Und unsere Erfahrung nach wird häufig nur nach dieser EGFR, nach der Leistungsfähigkeit der Niere geguckt aber gar nicht danach ob dieses Fiddersystem der Nierei gestört ist und Eiweiß im Urin landet.

00:09:52: und das ist sehr schade weil dieses Eiweiss im Urinen eben der erste Anhaltspunkt dafür sein kann, dass die Niere krank ist.

00:10:00: Und wenn ich das verpasse, dann kann ich natürlich auch nicht Einfluss nehmen auf den Verlauf der Nierenerkrankung und das ist sehr schade weil wir das mit vielen unterschiedlichen Maßnahmen sehr gut können.

00:10:13: also wir können Nierenerkrankungen und es ist anders als vor fünfzehn oder zwanzig Jahren.

00:10:19: Wir können Niererkrankungen heute sehr gut behandeln aber dafür muss der Nieren-TÜV korrekt durchgeführt werden.

00:10:29: Und es wird natürlich dann auch wichtig, weil Sie haben ja schon gesagt oftmals treten keine Beschwerden auf und wenn ich an ja so Filter denke, denke ich auch an den Druck.

00:10:41: Ich komme mal zu unserem berühmten Blutdruck.

00:10:43: Welche Rolle spielt denn eigentlich die Blut-Druck-Kontrolle bei der Nierenprävention?

00:10:48: Ist das was sie beide auch immer gleichzeitig mit im Blick haben?

00:10:52: Frau Dr.

00:10:52: Scherz, fangen wir mal bei Ihnen

00:10:54: an!

00:10:54: Definitiv!

00:10:55: Blutdruck spielt eine ganz große und entscheidende Rolle.

00:10:59: Bluthochdruck schädigt natürlich die Gefäße, also nicht nur... Die Gefäste fließen ja durch den ganzen Körper und auch durch die Niere.

00:11:10: Und es ist wie so ein dauerhafter Druck in einem empfindlichen Fettersystem.

00:11:15: So kann man sich das vielleicht vorstellen andersrum wenn dem Blut druck schön Ordentlichheit, also Niedrigheit.

00:11:22: Dann kann ich verlangsamen das in ihren Schädigungen fortschreitet.

00:11:27: Also da kannst du am Anfang vielleicht sogar noch rückgängig machen und damit nicht nur die Niere schützen sondern wie ich gerade schon gesagt habe alle Gefäße und damit natürlich auch vor Herzinfarkt- und Schlaganfall oder Beinartälenverschlüssen schützen.

00:11:39: Also Blutdruck ganz entscheidende Rolle.

00:11:43: Auch hier wieder das Problem dass man den hohen Blut druck nicht merkt oder selten merkt.

00:11:48: Das macht hohen Blutdruck auch sehr tückisch.

00:11:51: Man kann ihn aber merken, wenn der Blut druck gemessen wird.

00:11:54: Also das nächste Mal, wenn Sie zur Hausärztin oder zum Hausarzt gehen und da wird Blut Druck gemessen, dann lassen sie mal den Druck dieser Blut-Druckmanschette eine Zeit lang auf dem oberen Blut Druckwert aufgepumpt sagen dass der Arzhelferin oder der Ärztin Oder dem Arzt und sagt Lassen sich das mal bei dreißig Sekunden Auf der Höhe Wo der systolische Blutrucksicht befindet Und dann wird es sehr schnell, sehr unangenehm und sie denken oh das ist aber das Drück hier ganz schön.

00:12:22: Das Problem ist dass ihre Blutgefäße ja alle nicht innerviert sind also nicht sensibel sind.

00:12:27: die können uns nicht rück melden.

00:12:30: Mensch hier ist der Druck aber sehr un angenehm.

00:12:34: ich würde mich wohler fühlen wenn er Blutdruck singt Aber mit so einer Bluttdruckmanschette kann man das mal bildhaft darstellen.

00:12:42: Also hoher Blut druck.

00:12:44: Ja, hoher Blutdruck ist nicht gut und die Gefäße leiden darunter.

00:12:50: Und dummerweise sind gerade die Gefässe an der Niere und am Auge extrem empfindlich!

00:12:57: Also wir haben kaum irgendwo Gefäste, die noch empfindlicher sind, Gehirn, die sind auch sehr empfindlig und deswegen einen hohen Blut druck in den Skat drücken und sagen, auch wird wohl nicht sein.

00:13:12: Sondern da immer noch mal nachgucken und sagen Mensch ist jetzt nicht das erste Mal dass der Blutdruck hoch ist und dann entweder sich ein Blut drogen Messgerät kaufen die sind ja gar nicht teuer und die deutsche Hochdruckliga empfiehlt auch auf ihrer Homepage entsprechende Geräte die eine gute Qualität haben oder häufiger einmal von Ärztinnen vom Arzt messen lassen.

00:13:36: Und wer es richtig gut machen möchte, der lässt sich so ein Blutdruckmessgerät für vierundzwanzig Stunden umhängen und nimmt das mit nach Hause.

00:13:46: Weil es ja einige unter uns gibt die gerade in so einer Praxis einen sehr hohen Blut druck haben und sagen ach zuhause ist aber wirklich viel viel niedriger.

00:13:55: Das kann man damit überprüfen ob der Zuhause wirklich sehr viel niedriger ist oder ob das nur eine kleine Schutzbehauptung ist.

00:14:03: Ja, ganz wichtige Punkte.

00:14:05: Vielleicht können wir nur ergänzen dass manchmal also vollkommen richtig das man Bluthochdruck meistens überhaupt nicht spürt aber manchmal kann es entgleisungen die so richtig hoch schnipsen kann dann manchmal zu Kopfschmerzen oder auch zu Herzschmerz für einen oder Schweißausbrüchen solche Entleisungen.

00:14:20: Aber dieser sonst der bluthochtruck ist was schleichendes was man halt häufig nicht spührt.

00:14:25: und weil prof.

00:14:26: Kielstein gerade so schön ausgeführt hat von von wohlfühlen Kann man vielleicht hier noch ergänzt.

00:14:31: wenn Sie jetzt langjährlich in Bluthochdruck haben und ganz hohe Blutdruckwerte gewohnt sind.

00:14:38: Und ihr Blutrück wird ordentlich abgesenkt, kann man sich am Anfang vielleicht erst mal ein bisschen komisch fühlen aber langfristig fühlt man sich besser.

00:14:44: Aber das ist vielleicht auch noch einmal wichtig zu wissen dass man dann die Blutdrückmedikamente nicht einfach absetzt sondern die weiter nimmt weil langfristigt schützt es wirklich für Herzinfarkts Schlagernfall und schlechten Nieren.

00:14:57: also ich mache das dann sehr gern dass ich mir einen Zeithorizont mit den Patientinnen nehme und sage, wir möchten innerhalb eines Viertel oder vielleicht eines halben Jahres einen normalen Blutdruck.

00:15:10: Und dort arbeiten wir uns langsam hin.

00:15:13: also wir fangen an den Blut druck aus einer gefährlichen Höhe absenken und dann eben auch die patientin nicht diese Schlappheit fühlen wenn sie ein blutdruk von zweihundert zu hundertzwanzig haben und das können wir heute mit Supermedikamenten machen auf hundertzwanzig zu achtzig, dann wird sich diese Person nicht wohlfühlen.

00:15:36: Ja weil

00:15:37: sie in

00:15:38: dem Blutdruck gewohnt ist über Jahre hinweg dass er sehr viel höher ist.

00:15:43: also da es weniger manchmal mehr klare ziel haben wir ja wo wir mit dem Bluttdruck hin möchten Aber manchmal lohnt es sich, etwas Zeit zu nehmen.

00:15:55: Und eine kleine Ergänzung noch vielleicht wenn uns Menschen zuhören die... vielleicht gar nicht mehr allein zu Hause wohnen, sondern das jetzt hier in einem Altenheim holen und hören mit dem Rolator unterwegs sind.

00:16:09: Man muss im Alter auch aufpassen dass man die Blutdrucksenkungen nicht übertreibt.

00:16:14: also gerade wenn man schon häufiger mal gestürzt ist oder gangunsicher ist dann ist es so So die ganz niedrigen oder ganz optimalen Blutdruckwerte von Kleiner Hundertzwanzig Achtzig dann für diese Gruppe in der Bevölkerung nicht so geeignet sind.

00:16:33: Da kann man den Blut druck ein kleines bisschen höher sein lassen, aber für Menschen so in unserem Alter, die wir jetzt hier akustisch zusammengeschaltet sind ist die...

00:16:45: Also Blutjungen, ne?

00:16:47: Blut-Jungen!

00:16:51: Wollte ich gerade auch sagen können.

00:16:54: Das ist wunderbar, dass ich mit Ihnen heute sprechen kann.

00:16:57: Weil es gibt einfach keine einfache Lapidare Antwort sondern das ist sehr komplex und deswegen finde ich auch super, dass sich Sie auf Fragen darf und möchte weitermachen.

00:17:07: Frau Dr.

00:17:08: Schatz, wenn wir sie heute schon dabei haben wirklich als Experten.

00:17:12: Ich glaube ein weiterer Risikofaktor ist wahrscheinlich auch Diabetes-Fragezeichen aber sie nicken schon.

00:17:18: Das ist ganz eindeutig.

00:17:21: Welche Rolle spielt auch so?

00:17:23: Die Blutzuckerkontrolle hängt das auch so mit einer chronischen Niernerkrankung.

00:17:26: Zusammen kann man da was tun, was sollte man im Auge behalten?

00:17:29: Ganz viele Fragen klären Sie uns auf!

00:17:32: Ja, Diabetes der Blutzuckerkrankheit ist ja immer noch die häufigste Ursache für die chronische Nierenerkrankungen.

00:17:42: aber gute Nachricht früher erkannt ist es gut behandelbar.

00:17:47: Wir müssen natürlich noch unterscheiden zwischen Typ I und Typ II Diabetes, Typ II ja besonders häufig so oder so.

00:17:54: Die Zuckerbelastung stresst die Niere damit können die Filter altern und schneller verletzt werden quasi.

00:18:04: Und wenn man sich so ein bisschen die Schritte bei der Nierenerkrankungen bei Diabetik kann nochmal, weil Diabetespatienten nochmal vor Augen führt Das muss man vielleicht als Grundverständnis noch mal wissen.

00:18:17: Der erhöhte Zucker im Blut verbindet sich ja quasi mit Eiweißen in den Gefäßen, das auf Schlau heißt es.

00:18:24: die Gluckierung also sozusagen der Zucker sich dort anlagert und die Gefäßwände werden dann dicker, starrer und enger.

00:18:32: so müssen sich die Gefässe wie ein Rohrsystem vorstellen.

00:18:36: sie kennen's alle aus ihrem Bad wenn so'n Rohr verkalkt da wirds auch ganz steif Und so können sich das bei den Gefäßen vorstellen.

00:18:46: Wenn dann eine schlechtere Durchblutung ist, damit ist natürlich auch die Sauerstoffversorgung schlechter.

00:18:53: Denn die Gefäße fließen ja zu verschiedenen Organen hin.

00:18:57: Die fließen zum Herzen und Gehirn.

00:18:59: Das sind alles diese wichtigen Lebensnotwendige Organe, die fließen aber auch zur Niere.

00:19:03: Und folglich überall wo das Blutschlecht ankommt, da kann das Organschlech durchblutet werden.

00:19:10: Dann ist es so, dass gerade beim Diabetika dann in dieser Frühphase die Filter oft unter Hochdruck arbeiten.

00:19:19: Das nennt sich die sogenannte Hübe.

00:19:21: Perfiltration, also sozusagen vermehrt filtrieren.

00:19:25: Können Sie sich ein bisschen vorstellen wie so einen Staubsauger der auf höchster Stufe läuft vielleicht?

00:19:33: Und wenn er immer auf höcher Stufe läuft irgendwann geht da kaputt und so ähnlich.

00:19:38: Lieber nephrologische Kollege kann das dann vielleicht noch mal besser ergänzen.

00:19:42: aber irgendwann können dann ist der Filtrationsdruck so hoch dass die Filterzellen überlastet werden und dann eben kaputt gehen.

00:19:51: Wenn dann die Schäden an den Väterwänden sind, tritt das Eiweiß raus.

00:19:58: Die Filterporen werden größer und das hatten wir vorhin ja schon mit dem Albuminemurin, also es ist bestimmte Eiweiß was man dann messen kann.

00:20:07: Und so verlieren die Filter dann eben ihre Schutzfunktion.

00:20:10: und in der vierten Phase da vernabt das dann alles und zündet sich vernappt.

00:20:16: und beim Diabetes Patienten muss man vielleicht noch verstehen, die Nierenschädigung hat eigentlich zwei Komponenten.

00:20:23: zum einen können die großen Gefäße, die Zorniere Die Anderniere sind verkeilten.

00:20:30: Das ist sozusagen die normale Arterioslerose, Gefäßverkalkung wie wir sie überall im Körper haben.

00:20:36: aber es können auch die ganz kleinen Gefäße geschädigt werden.

00:20:40: das ist die sogenannte glomerulose Lerose chemisch dirwesen, wer es genau wissen will.

00:20:46: Also das heißt eine Makro- und Mikroangiopathie ist beides vorhanden beim diabetes Patienten und kann so die Niere eben schädigen.

00:20:56: aber lieber Herr Nefrologer wollen Sie das nochmal

00:20:59: ein

00:21:00: bisschen auf den Punkt fassen?

00:21:03: Ich glaube dem ist eigentlich gar nichts hinzuzufügen.

00:21:06: also in der Tat wo das große und kleine Gefäße durch häufig ja die Kombination aus Diabetes und Bluthochdruck geschädigt werden können.

00:21:16: Fette sind da auch nicht unwichtig, muss man auch noch mal ganz

00:21:18: ganz wichtig sein.

00:21:21: Denn man muss sich immer fragen wenn man so ein Risiko hat für Verkalkung von Gefäßen was kann man alles machen?

00:21:29: Mit seinen Gehen, dass der Zug ist abgefahren.

00:21:32: Da kann man im Regelfall nichts mehr machen wenn man schon auf der Welt ist.

00:21:35: Das heißt...

00:21:36: Auch mit seinem Alter kann man leider nix machen und mit seinem Geschlecht auch

00:21:41: nicht?

00:21:42: So das heißt ich muss mit dem therapeutisch umgehen was da ist.

00:21:50: Es ist dann so, das ist wie bei der Altersvorsorge.

00:21:55: Wie ich sie mir jetzt gewünscht hätte ehrlich gesagt bei der Rentenreform, dass man einfach sagt Ich brauche verschiedene Bausteine.

00:22:01: Also es ist falsch nur den Blutdruck zu senken.

00:22:04: Es ist falsch NUR den Diabetes Zu behandeln und einen guten Blutzucker zu haben Und es ist falsch nur auf die Fette zu gucken.

00:22:12: Sondern ich nehme mir von all diesen Dingen die nämlich alle ernst und versuche dann durch eine Kombination von Therapien, die Gefäße so weit wie möglich zu schonen.

00:22:27: Und dann gibt es natürlich auch Medikamente, die können mehrere Dinge gleichzeitig und das ist natürlich sehr elegant.

00:22:34: wenn ich Medikamente habe, die sowohl den Zucker senken als auch die Niere schonen oder gut sind fürs Herz davon gibt's eben diese.

00:22:46: Ich weiß nicht, wer sich in der Medizin diesen Namen überlegt.

00:22:51: Woher kommt denn so

00:22:52: was?

00:22:53: Man kann es auch nicht gut

00:22:54: erklären!

00:22:56: Der Name ist gut herleidbar und er

00:22:59: beschreibt den

00:23:01: Wirkmechanismus aber in einer Abkürzung die man erst mal lernen muss.

00:23:06: Es gibt im Körper kleine Pumpen für den Transport von Zucker.

00:23:11: verantwortlich sind alle auf Kalorienerhaltung getrimmt von früher her, weil es da noch keine Supermärkte gab und nicht genügend zu essen.

00:23:22: Und im Rahmen dieses Konzeptes ich möchte jede Kalorie im Körper behalten die verfügbar ist holt unsere Niere aus dem Urin, aus dem Primärhahn also aus dem was gefiltert wird den Zucker komplett zurück.

00:23:39: Genau das wird quasi mehr Zucker ausgepinkelt.

00:23:42: einfach gesagt und die Entwicklung kommt ja von uns Diabetologen, muss man jetzt mal sagen.

00:23:50: Und heute wissen wir dass es eben nicht nur den Zucker effektiv sinkt indem mehr ausgeschieden wird mit dem Urin sondern das ist wie Professor Kielstein gerade sagte die Niere sehr gut schützt aber auch sehr gut das Herz schützten unabhängig von einer Diabetes Erkrankung Schütztes dieser Organe.

00:24:09: Jetzt

00:24:09: würde ich aber gerne konkret werden und in das Thema Prävention gehen.

00:24:15: Und ich könnte mir denken, also so diese drei Schlagwörter die man ja immer und überall mal hört Ernährung Bewegungen und Stressmanagement wenn wir jetzt mal direkt Alltagstipps für unsere Zuhörerinnen rausgeben können was bringt wirklich etwas für Herz und Niere?

00:24:32: Weil wir haben gerade gelernt dass ist nicht nur die Niere alleine es ist nicht.

00:24:35: Das ist sehr komplex und der ganze Körper ist betroffen.

00:24:42: Was geben Sie Ihren Patienten mit, Professor Kühlstein?

00:24:47: Ja auch eine ganzheitliche Empfehlung also.

00:24:51: zum einen versuche ich erstmal mit Vorurteilen oder Fehlwahrnehmungen aufzuhören und eine Fehl-Wahrnehnung für Menschen die nie krank sind, ist die das man zwingend bei einer Nierenkrankheit ganz viel trinken müsste.

00:25:10: Das ist falsch!

00:25:12: Also die Empfehlung ist die dass man ungefähr ein Liter Urin am Tag produziert auch wenn es Eis draußen ist.

00:25:20: da gibt's schon einige diese bisschen im Sommer das nicht so richtig gut hinbekommen dass dann Liter Urinen produziert wird.

00:25:28: Und wenn Sie gern trinken möchten und das Ihr Herz gut verkraftet, trinken sie alle sehr gerne sehr viel.

00:25:36: Aber für die Niere bringt es keinen Mehrwert!

00:25:41: Weil der Art des Getränks haben sie eine große Bandbreite was alles erlaubt ist – Wasser natürlich je nach Region in Deutschland auch Wein oder ein Kaffee, oder Tee.

00:25:55: Das ist alles in Ordnung für die Niere.

00:25:57: Wobei

00:25:57: vor einem Wein- oder Bier man ja nicht zu viel nehmen soll?

00:26:01: Da muss ich mich an meine Patienten denken!

00:26:03: Die sagen gerne mal mit Bier so richtig schön ordentlich durchspülen...

00:26:08: Das ist absolut richtig und wir haben das vom Timing gut gemacht.

00:26:13: Meine Kaffeemaschine spült gerade in dieser Sekunde wo wir Kaffeespülen.

00:26:20: Das ist wunderbar.

00:26:21: Wunderbar!

00:26:23: eingetränkt, was die Niere nicht so sehr gerne mögen.

00:26:28: Das sind Cola Light Produkte oder Cola Zero Produkte und das hängt damit zusammen dass in Cola sehr viel Phosphor Säure ist und in Kombination mit dem Süßstoff scheint es nicht so segensreich zu sein für eine Niere die sich nicht wohl fühlt.

00:26:45: also ich rede nicht von dem Glas, dass man mal trinkt um irgendwie einfach einen anderen Geschmack zu haben.

00:26:50: aber es gibt ja Menschen viele, viele Liter von diesem... Patentgeschützten Getränk zu sich nehmen und das ist nicht so empfehlen.

00:27:01: Und auch echte

00:27:02: Cola nicht,

00:27:04: oder?

00:27:04: Ja wahnsinnig viel Zucker!

00:27:06: Das wäre

00:27:06: jetzt meine Frage.

00:27:07: dann lieber doch die echte Kohler weil da hört man mal so und mal so also...

00:27:11: Also die ist besser als die Zero- oder Light Produkte im Bezug auf den Süßstoff.

00:27:17: aber die Phosphor Säure haben sie in beiden Dingen drin.

00:27:20: Unwahrsinnlich viel Zucker Zucker Zucker sagt der Diabetologe, ne?

00:27:25: Problem bei den Süßgesöffen, die so unnatürlich gefärbt sind.

00:27:29: Da ist ja häufig sehr viel Fructose drin und diese Fructase wird dann auch verstopft wechselt und da entsteht Harnsäure.

00:27:39: also sie können sich auch als junger Mensch mit nicht alkoholischen Getränken einen Gichtanfall antrinken.

00:27:48: Also ich kenne einen Patienten, der hat einfach drei Liter Eistee pro Tag getrunken und hat es damit geschafft dann in Kombinationen mit einer dönerhaltigen Ernährung im Gicht-Anfall zu bekommen.

00:28:02: also das ist nicht so gut.

00:28:05: wie immer liegt die Antwort in der Messigung.

00:28:11: Mir war das nur wichtig, ich wollte nicht zum großflächigen Alkohol-Konsum aufrufen.

00:28:16: Aber das Glas Wein ist jetzt nicht so, dass es die Niere ärgert.

00:28:22: Das Rauchen ärgerte Niere schon und die Niire wird geärgert durch Medikamente von denen man das gar nicht so richtig glaubt.

00:28:31: Das sind nämlich die, die man auch relativ unproblematisch in der Apotheke bekommt.

00:28:37: Super wirksame Schmerzmittel überhaupt keine Frage.

00:28:41: Aber wenn die Niere schon sehr angeschlagen ist, dann sind diese Medikamente nicht gut weil sie die Nieren durch Blutung reduzieren.

00:28:49: Und das ist für gesunde Menschen nicht so problematisch.

00:28:52: aber wenn Sie eine sehr stark eingeschränkte Nierenfunktion haben, ist das eher ungünstig.

00:28:57: und das geschieht auch wenn man sich großflächig mit einem Gehl ein.

00:29:04: Schmiert, da ist ja immer die Vorstellung das Gel geht direkt in den Muskel der Wehetut oder so etwas.

00:29:10: Das ist nur zum Teil richtig.

00:29:11: ein großer Teil des Gels wird über die Haut aufgenommen und gelangt ins Blut und wirkt dann eben auch wenn man sich es auf den Oberschenkel geschmiert hat in der Niere.

00:29:21: also Vorsicht mit großen Mengen und länger dauern Anwendung von solchen Dingen, wenn man Nierenkrank ist.

00:29:29: Also ich will das noch mal einschränken.

00:29:31: Jemand der eine gesunde Niere hat sollte da auch vernünftig damit umgehen muss sich aber nicht so sehr vorsehen.

00:29:39: und dann ist es eben die gute Einstellung von Blutfetten insbesondere diesen bösen Kollisterin dem LDL-Kollisterien.

00:29:46: Da gibt's mittlerweile auch noch mehr was man angucken kann.

00:29:50: LP-Klein A heißt dass Blutdruck gut einstellen, Diabetes gut ein stellen.

00:29:57: Also das ist das was man tun kann.

00:29:59: und von der Lebensweise hier so dass wir auch eher in Richtung Ausdauer gehen körperliche Belastungen empfehlen, also aus Dauer jetzt nicht im Sinne von Marathon sondern längere Strecke spazieren gehen mehr als zehn Minuten mit dem Fahrrad fahren.

00:30:15: Also gar nicht so Spitzenbelastungen pumpen bis zu hundert Prozent Belastungsgrenze, sondern etwas was ein bisschen länger sich hinstreckt aber nicht zu einer maximalen Belastung des Körpers führt.

00:30:30: Auch das ist gut für die Niere, gibt es wunderbare Studien aus den USA interessanterweise mit unterschiedlichen Intensitäten des Golfspielens durchgeführt.

00:30:39: diese Studien also ich gucke nur Golf im Fernsehen.

00:30:43: Das hat keinen positiven Effekt auf die Nierenfunktion.

00:30:46: bis hinzu.

00:30:47: ich spiele weiß nicht was da gibt neun Loch oder So Golf, habe aber kein Elektrowiegelchen und schleppe auch meine Schläger.

00:30:57: Und was man sonst noch an Equipment so braucht selbst über den Platz für vier fünf Stunden das ist dann die beste Variante.

00:31:05: Aber man muss nicht golf spielen um die Niere bei Laune zu halten spazieren gehen oder Gymnastik oder tanzen Das geht alles

00:31:16: Bewegung jeglicher Art und jeder Schritt der Ziel nicht war.

00:31:20: Und nachdem Professor Kielstein immer so schön bei mir zusammengefasst hat, kann ich vielleicht seinen wichtigen Ausführungen hier auch nochmal zusammenfassen.

00:31:28: zur Prävention Wir haben ja vorher im Podcast schon gesagt drei Dinge können wir nicht beeinflussen Alter, Erbe und Geschlecht.

00:31:36: Das sind drei Risikofaktoren die wir haben.

00:31:39: Und dann gibt es aber eine ganze Menge die wir beeinflussen können was nicht nur die nie geschützt sondern ganz genauso Herz Hirren und Beingefäße, weil überall fließen ja die Arterien.

00:31:50: Und all diese Organe wollen wir unbedingt schützen was dann ein längeres und besseres Leben macht.

00:31:55: Die beeinflussbaren hat er gerade schön gesagt.

00:31:58: Blutdruck runter, Blutzucker runter, blut Fette runter.

00:32:02: DL das Böse hat er schon erwähnt.

00:32:05: Lebensstehmaßnahmen ganz wichtig und ganz vormittig als erstes sagen sollen nicht rauchen und damit können wir unsere Gefäße extrem gut schützen

00:32:13: Schützen entlasten und so natürlich in die Prävention gehen.

00:32:16: Ganz ganz spannend, was Sie auch gerade schon gesagt haben Alter und Erbe und Geschlecht kann man sich nicht aussuchen, was man sich aber vielleicht aussuchen kann sind vielleicht doch digitale Hilfsmittel.

00:32:25: Was gibt es vielleicht schon auf dem Markt?

00:32:27: Ja war sie vielleicht auch ihren Patientinnen empfehlen?

00:32:29: oder Vielleicht haben Sie auch einen kleinen Blick in die Glaskugel was noch kommen wird wenn wir ja an Apps denken oder auch ja CGM Systeme gibt's hier auch Telemedizin.

00:32:40: darüber liest man ja auch Ganz viel.

00:32:44: gibt es da irgendwelche Tools, also Mittelwerkzeuge die Sie schon anwenden.

00:32:50: Die gut sind für die Nierengesundheit oder Nierenprävention?

00:32:59: Wer möchte zuerst?

00:33:01: Ich wollte eigentlich dem Kollegen Kielstein hier den Vortritt einmal lassen, aber ich kann ja trotzdem mal aus der Diabetologie anfangen.

00:33:07: Sie haben ja gerade CGM schon oder CGM, also kontinuierliches Lykosomonitoring heißt das.

00:33:16: Das ist wie so ein Biofeedback, da hat man sozusagen einen Sensor, das haben die Diabetes-Patienten, die intensivierte Insulintherapien haben, die kriegen das von der Kasse erstattet.

00:33:29: Das misst kontinuierlich den Blutzucker im Gewebe und dann sieht man genau, was welche Auswirkungen hat.

00:33:35: Also wenn ich zum Beispiel etwas Süßes esse wie der Blutzuckern nach oben schnipst, wenn ich mich bewege, wie schön der zum Teil runtergehen kann.

00:33:44: Und das kann enorm helfen auch solche wichtigen Lebensstil-Dinge mit umzusetzen.

00:33:50: eigentlich ist es natürlich dafür da sein Insulin zu steuern.

00:33:53: aber dieser Effekt der Schulung ist ganz entscheidend aus meiner Sicht, weil man einfach direkt sieht was welche Auswirkungen hat.

00:34:03: Dann gibt es Wahnsinnig viele Apps.

00:34:07: Manches, was man verordnen kann auch und sich so runterladen kann.

00:34:13: Gerade bei der Adipositas gibt es da, wo man Ernährungstagebücher führen kann mit genauer Zusammensetzung.

00:34:20: Was hat wie viel Eiweiß?

00:34:21: Kohlenehydrate?

00:34:22: Fette?

00:34:23: Welche

00:34:23: Fette?".

00:34:24: Der Arzt sagt ja soviel theoretisches Zeug.

00:34:27: also bitte keine gesättigten Fettsäuren sondern ungesättigte.

00:34:30: Diese App macht das gut verständlich.

00:34:32: die zeigt einem das ist gut das ist schlecht davon mehr, davon weniger und vor allem sagt es einem auch die Kalorien.

00:34:38: Und da ist man manchmal überrascht wo überall versteckte Kalorienen sitzen.

00:34:44: also das kann aus meiner Erfahrung sehr hilfreich sein für die Patienten.

00:34:48: zum einen haben sie dann selber einen Überblick zeichnet auch die Schritte auf.

00:34:52: vorhin sagte ja Professor Kielstein selbst golf kann man spielen wenn man halt genug Schritte dabei läuft und nicht auf dem Elektrowegelchen fährt.

00:34:59: und auch das wird natürlich mit aufgezeichnet mit dem Handy und gibt einem dann Feedback wenn man sich gut bewegt hat.

00:35:05: Und A, hat der Patient selber dann einen guten Überblick und B natürlich auch der Arzt, der sich das Ganze dann anschauen kann.

00:35:11: Gerade das CGM diese kontinuierliche Glucose Monitoring kann man auch an die Praxis übertragen lassen so dass der Arz dann auch die Blutzuckerwerte mit verfolgen kann, wenn er das möchte vor allem in den Sprechstunden halt dann Therapien anpassen kann.

00:35:28: Und es gibt diverse andere.

00:35:30: Telemedizin haben sie noch genannt.

00:35:33: Es kann auch sehr hilfreich sein, zu Corona-Zeiten haben wir das viel gemacht.

00:35:37: Da war übrigens noch was Interessantes dann zu beobachten, weil wir gerade soviel von Blutdruck gesprochen haben.

00:35:42: Es gibt ja so diese klassischen Weißkittelbluthochdruck und zu Coronazeiten als wir telemedizinische Sprechstunden hatten und die Patienten zu Hause gemessen haben, haben sich viel bessere Blutdrückwerte gehabt.

00:35:54: Das war ganz spannend aber vielleicht kein Herr Kielstein... jetzt nochmal ein bisschen ergänzen, es gibt ja viel mehr noch.

00:36:01: Ja ich glaube für die die Spaß daran haben sind die Apps eben wirklich sehr gut.

00:36:06: so.

00:36:06: was gibt das auch für chronische Nierenkrankheit?

00:36:11: und eine App die ich persönlich sehr gut finde weiß gar nicht, ob wir die hier mit nennen dürfen oder verlinken dürfen.

00:36:25: Das ist eine App, die spezifisch für Menschen mit chronischer Nierenkrankheit gestaltet ist.

00:36:32: in allen Stadien also dort wird zum einen immer abgefragt wie sieht das aus?

00:36:40: den Vitalparametern, Blutdruck und Gewicht.

00:36:43: Denn auch das Gewicht zum Beispiel wenn ich Dialyse mache kann ja sehr schnell schwanken von Tag zu Tag.

00:36:49: Das kann ich dort alles dokumentieren.

00:36:52: Ich bekomme Unterstützung was die Einnahme von Medikamenten anbelangt.

00:36:57: Kann mir Erinnerungen sozusagen dort geben lassen bei der Einnahme für Medikamente.

00:37:03: Und gerade was die Ernährung anbelankt jetzt gerade bei unserem vorhergehenden Thema so ein bisschen zu kurz gekommen war.

00:37:11: Es ist so, dass ich auch wenn ich bestimmte Dinge meiden möchte wie sehr hohe Phosphatwerte oder hohe Kaliumwerte dann auch eine Ernährungsanalyse machen kann die sehr elegant funktioniert.

00:37:26: also ich glaube da kann man sich auch sehr auf den Rat der Fachgesellschaften verlassen.

00:37:33: Sowohl die nephrologische Fachgesätschaft als auch andere Fachgesächschaft haben dann Hinweise für Apps, die sehr sinnvoll sind.

00:37:45: Die Apps ersetzen aber nicht das Tun – das ist eine wichtige Erkenntnis.

00:37:51: Also allein dass ich mir die App runter lade, das ist wie mit dem Schrittzähler ein Rundunterladen einer Schrittzählersapp, ersetzt die Schritte nicht.

00:37:59: Das ist ne ganz wichtige Erkennnis und man muss sich dann eben doch immer dazu zwingen zu sagen so... Ich gucke, wie viele Schritte hatte ich heute und dann drehe ich noch mal eine Runde.

00:38:12: Und es sind so diese kleinen niederschwendigen Dinge die doch mit einen Unterschied machen können.

00:38:18: Ganz toll ist es gerade wenn's auch um Ernährung geht wenn mein familiäres Umfeld mitzieht.

00:38:23: Und ich kann das nur sagen, wir haben vier Söhne und als einer davon beschlossen hat, Vegetarier zu sein, hat das schon einen Effekt auf die gesamte Familie gehabt.

00:38:36: Das hinkt natürlich damit zusammen dass man keine Lust hatte irgendwie immer parallel Kochwelten zu schaffen und zu sagen, okay für den einen mache ich was mit und für den anderen ohne Fleisch.

00:38:48: Also das kann auch ein positiven Effekt für die gesamte Familie haben wenn man versucht sich mit weniger Salz oder oder mit mehr Obst und Gemüse zu ernähren.

00:38:59: Ein wichtiger Satz noch weil wir dort um gelernt haben ist ganz wichtig Dass wir früher, wenn Menschen ganz kurz vor der Dialyse standen.

00:39:10: Wir große Sorge hatten und gesagt haben oh bitte kein Gemüse keinen Obst essen da kann ja Kalium Wert so sehr ansteigen auch weil viele Medikamente die gut für die Niere sind dazu führen dass der Kaliumwert etwas ansteigt.

00:39:24: Da haben wir um gelernt.

00:39:25: also wissen zum einen das die große Kalium Belastungen nicht von Obst und Gemüso kommt sondern von vorgefertigten Nahrungsmitteln die man einfach in die Mikrowelle schiebt und auf den Knopf drückt.

00:39:36: Und zwei Minuten später kann man es verzehren, also das sind eigentlich so die gefährlichen Nahrungsmittel.

00:39:45: Wir sind eben auch in der Lage wenn Kaliumwerte zu hoch sind aber das betrifft Menschen die schon eine sehr hochgradig eingeschränkte Nierenfunktion haben diesen Kaliumwert mit Medikamenten zu senken.

00:39:57: Also dann braucht man eben nicht auf Obst und Gemüse zu verzichten, sondern gibt ihm dann andere Möglichkeiten das Kalium mit in den Griff zu bekommen.

00:40:08: Das ist für viele Menschen die für die das ein Thema ist bedeutet dass mehr Lebensqualität Denn es ist auch schwer zu vermitteln Wir lernen überall, Obst und Gemüse sind gut.

00:40:20: Und wenn dann plötzlich jemand kommt und sagt übrigens sie dürfen alles essen nur nicht Obst oder Gemüsen Dann gibt es so ein paar fragende Blicke und die gibt es zurecht.

00:40:31: Ich freue mich sehr dass wir da auch jetzt eine andere Antwort geben können als früher.

00:40:36: Super wichtige Punkte, die ich komplett unterstreiche.

00:40:40: Will vielleicht nur ein was dazu sagen?

00:40:42: Die Dosis macht das Gift.

00:40:43: Ich hatte einen Patienten der für sein Leben gerne Bananen aß und fünf Banannen pro Tag gegessen hat und dann eine Hyperkaryemie hatte.

00:40:52: Der hat dann geschafft sich da einfach runter zu reduzieren.

00:40:56: Genau also die Dosis machen das Gift.

00:40:59: Einweis wollte ich noch zu diesen digitalen Sachen ganz kurz ergänzen.

00:41:03: Es gibt auch Apps, die an Medikamente erinnern und das kann auch sehr hilfreich sein.

00:41:08: Denn gerade wenn man solche Stoffwechselerkrankungen hat muss man ja regelmäßig was einnehmen und wir haben schon paar mal gehabt – die Stoffwechselerkrankung tun nicht weh!

00:41:17: Und dann vergisst man manchmal die Medikamente oder ist der Meinung man könnte sie absetzen, was gefährlich sein kann?

00:41:24: Und da gibt es halt auch Apps die einen da netterweise erinnernen.

00:41:27: Das können wir vielleicht noch ergänzen.

00:41:29: Und diese Erinnerung ist richtig, richtig gut und ich denke das was gerade schon so herauskamen war oder ist eigentlich schon ein perfekter Abschluss für diese wundervolle Folge.

00:41:41: denn natürlich ist Bewegung wichtig Ernährung wichtig aber auch die Prävention.

00:41:46: man sollte auf die Laborparimeter denken achten und diese digitalen Tools können tatsächlich eine Wert voller Erkenntnis sein.

00:41:56: Was haben wir denn heute gelernt?

00:41:57: Ich habe mir notiert, kenne die PS-Zahl deiner Niere.

00:42:00: das fand ich ganz gut.

00:42:02: für Alter, Erbo und Geschlecht können wir nichts.

00:42:04: aber man kann natürlich auch ganz viel machen wenn wir an digitale Tools und den Alltag denken und oft ist es so dass diese Beschwerden dass diese Symptome ohne Beschwerden kommen.

00:42:18: Das heißt, man sollte schon gut auf sein Körper achten.

00:42:21: Also wir haben, denke ich einen guten ausführlichen Einblick in das Thema Prävention gehabt.

00:42:27: Worauf bezieht sich das überhaupt?

00:42:29: Worauf sollte man achten und was sollte man kennen?

00:42:32: Ganz herzlichen Dank, Frau Dr.

00:42:33: Schatz und Prof.

00:42:34: Kirstein für ihre Zeit und Einblick an das Thema präventionen statt Intervention zum Thema Nehnerkrankung.

00:42:41: Und schön, dass Sie da waren!

00:42:42: Ja, vielen Dank, dass wir dabei sein durften.

00:42:45: Und ich glaube, Sie haben alle gesehen, Sie können eine Menge selber tun gemeinsam mit Ihren Ärzten.

00:42:50: packen Sie es an, bleiben sie gesund und haben ein möglichst langes beschwerdefreies Leben.

00:42:56: Passen Sie gut auf Ihre Nieren auf!

00:42:58: Ich glaub die Tatsache, dass Sie das heute hier angehört haben erhöht die Wahrscheinlichkeit dramatisch, dass das auch so sein wird.

00:43:07: also fassen Sie Mut.

00:43:10: für oder besser gesagt gegen ihren Krankheiten kann man eine ganze Menge tun und dabei wünschen wir ihnen hier alle glaube ich sehr viel Erfolg.

00:43:20: bleiben sie uns gewogen und ja da sind die auf ihre Nieren

00:43:23: auch.

00:43:24: Und zuhören ist das Stichpunkt der Stunde, wenn du keine Folge mehr von ganz Schorniere verpassen willst dann abonnier doch diesen Podcast sehr gerne denn gibt es nämlich überall wo es Podcast gibt.

00:43:33: danke fürs Zuhören und bis zum nächsten mal!

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